LONDON. Der Ölkonzern BP lehnt die alleinige Verantwortung für die Ölkatastrophe im Golf von Mexiko ab. Zu dem Unglück hätten falsche Entscheidungen mehrerer Firmen und Teams geführt, heißt es in einem gestern in London veröffentlichten BP-Bericht über die Ursachen der Katastrophe. Die Ölplattform „Deepwater Horizon“ war am 20. April explodiert und anschließend gesunken. Das Unglück hatte elf Menschen in den Tod gerissen. Bis zum Verschließen des Öllecks Mitte Juli waren über Monate hinweg mehr als 666.000 Tonnen Öl in den Golf von Mexiko geflossen.
Die Unglücksursache sei komplex: So habe eine Barriere aus Zement an der Quelle nicht richtig funktioniert. Dadurch seien Gas und Flüssigkeit in ein Produktionsrohr gelangt. Die Crew auf der Plattform habe den Fehler erst 40 Minuten später bemerkt. Da sei es schon zu spät gewesen. BP und der Plattform-Betreiber Transocean hätten die Ergebnisse eines Drucktests falsch interpretiert. Außerdem sei ein Sicherheitsventil defekt gewesen.
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