Die 100.000 in Mailand lebenden Muslime seien gezwungen, sich in Garagen oder auf der Straße zum Gebet zu versammeln, weil es in der Stadt keine Moschee gebe. „Die islamische Gemeinschaft hat das Recht, einen Ort zu haben, in dem sie beten kann“, betonte Tettamanzi nach Angaben italienischer Medien am Sonntag.
Lega Nord gegen Bau
Tettamanzis Worte drohen Konflikte mit der rechtspopulistischen Regierungspartei Lega Nord zu nähren, die sich hartnäckig gegen den Bau von Moscheen in Italien stemmt. Die Lega Nord drängt auf ein komplettes Bauverbot für Moscheen in Italien. In den Moscheen werde allzu oft anti-westliche Propaganda betrieben. Die Partei drängt außerdem auf ein unbefristetes Moratorium für den Bau bereits genehmigter Moscheen und islamischer Einrichtungen in Italien. In dem katholischen Land leben derzeit 1,2 Millionen Muslime.
„Strenge Regeln sind im Einklang mit der Religionsfreiheit notwendig. Man darf nicht erlauben, dass im Zentrum italienischer Städte Moscheen gebaut werden. Wir müssen auch verhindern, dass islamische Kultureinrichtungen in Moscheen umgewandelt werden“, sagte der Mailänder Lega-Politiker Davide Boni. Die Lega Nord warnte vor fundamentalistischer Propaganda, die ihrer Ansicht nach in Moscheen betrieben werde.
Wegen seiner Forderung nach einer menschlicheren Migrationspolitik war Kardinal Tettamanzi im Dezember vom Lega-Minister Roberto Calderoli mit einem „Imam“ verglichen worden, der sich nur um „Roma und Migranten“ kümmere. Das Lega-Parteiblatt „La Padania“ beschuldigte Tettamanzi, sich nicht um die Themen zu kümmern, die den Gläubigen am Herzen liegen, darunter das „Kreuz-Urteil“ des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte, das Voranschreiten des Islam und die rückläufige Zahl der Priesterberufungen.
Eine Genehmigung des Baus wäre bestimmt ausreichend, die Behörden müssen nicht auch noch gleich Moscheen bauen, oder? 
Na das wäre doch die Lösung!
Die Behörden werden verpflichtet, genauso viele Moscheen zu bauen wie Kirchen ... 
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