„Rund 700.000 Hektar Ackerfläche wurden durch die Überschwemmungen verschlammt“, schilderte Caritas-Katastrophenhelfer Thomas Preindl gestern bei einer Pressekonferenz in Innsbruck. Damit sind die Böden im Süden Pakistans, der als die Kornkammer des Landes galt, hart wie Asphalt und für die Landwirtschaft völlig unbrauchbar geworden.
Daher muss man laut Preindl damit rechnen, dass die nächste, für die Bevölkerung so wichtige Weizenernte im April 2011 komplett ausfallen werde. Für die Hilfsorganisationen wird die größte Herausforderungen darin bestehen, langfristig die Lebensgrundlage für die Menschen wiederherzustellen. Enorm wichtig sei dabei, rechtzeitig den Übergang zwischen akuter Nothilfe und den Wiederaufbaumaßnahmen zu schaffen.
Derzeit seien die Hilfsorganisationen damit beschäftigt, die Betroffenen mit Trinkwasser, Nahrungsmitteln, Medikamenten und Hygieneartikeln zu versorgen. Die Zahl der Infektionserkrankungen sei insbesondere bei Kindern sehr hoch. Die Situation der Kleinsten sei generell „katastrophal“. „Sie leiden an Unter-, Mangelernährung, Durchfall und Hautkrankheiten.“
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