Somalische Piraten brachten unterdessen drei Seeleute eines entführten spanischen Fischkutters an Land, um die Freilassung von zwei in Spanien inhaftierten Piraten zu erzwingen.
Der unter der Flagge der Marshall-Inseln fahrende griechische Frachter „Delvina“ hatte den Angaben zufolge Weizen geladen und war unterwegs zum Hafen von Mombasa in Kenia. Er wurde etwa 280 Seemeilen (519 km) östlich der tansanischen Küste von den Piraten angegriffen.
Angriff auf weiteres Schiff abgewehrt
Ein weiteres griechisches Schiff wurde den Angaben zufolge im Golf von Aden von Piraten angegriffen. Die Besatzung der „Theophoros 1“ habe den Angriff aber mit Wasserkanonen abwehren können. Nach Angaben der türkischen Armee half das türkische Kriegsschiff „Gediz“ bei der Abwehr des Überfalls, bei dem 16 Waffen, darunter auch ein Raketenwerfer, sichergestellt wurden. Der Vorfall ereignete sich demnach rund 80 Seemeilen (148 km) vor der jemenitischen Küste. Die „Theophoros 1“ setzte anschließend ihre Fahrt Richtung Hongkong fort, sie wurde dabei von zwei Kriegsschiffen der internationalen Anti-Piraten-Mission eskortiert.
Fischkutter Alakrana
Drei Seeleute des Anfang Oktober gekaperten spanischen Fischkutters „Alakrana“ wurden in Somalia an Land gebracht, wie das Verteidigungsministerium in Madrid bestätigte. Die spanische Regierung wolle nicht auf die Forderungen der Piraten eingehen, sagte die Ehefrau eines entführten Seemannes dem spanischen Radiosender RNE nach einem Telefonat mit ihrem Mann. Die Piraten verlangen die Freilassung von zwei Somaliern, die nach der Festnahme durch die spanische Marine in Spanien inhaftiert sind. Offenbar sollten die spanischen Seeleute den Familien der inhaftierten Piraten übergeben werden.
Die „Alakrana“ war am 2. Oktober mehr als 300 Seemeilen (556 km) vor der somalischen Küste entführt worden. Die 36 Besatzungsmitglieder des Thunfischkutters sind somit schon über einen Monat in der Gewalt der Piraten.
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