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Zu wenig Kirchgänger: Pfarrer lädt Schäfchen zu seinem Begräbnis ein

ROM. Ein italienischer Priester in der vom Erdbeben im April zerstörten Abruzzen-Gemeinde Tempera hat Plakate ausgehängt, in dem sein Tod und sein Begräbnis angekündigt wurden. Damit will der Pfarrer die Gläubigen bewegen, die Messe zu besuchen.

 „Ich wollte die Menschen wach rütteln. Die katholische Gemeinschaft soll zusammen halten, bis die vom Erdbeben zerstörte Kirche restauriert wird“, sagte der Priester Giovanni Gatto.

Da immer weniger Menschen die Messe besuchten, entschloss sich Pater Gatto zu seiner unorthodoxen Initiative. „Ich wollte die Aufmerksamkeit der Gemeinschaft wecken und vor der Gefahr warnen, dass die Gemeinschaft nach dem Erdbeben auseinandergeht“, sagte der Priester nach Angaben italienischer Medien am Dienstag.

Immer mehr Priester müssen sich in Italien mit dem Problem der leeren Kirchen auseinandersetzen. Ein norditalienischer Priester war im vergangenen Jahr drei Tage lang in den Hungerstreik getreten, um gegen seine leere Kirche zu protestieren. Um den Menschen den Glauben näher zu bringen, hat der römische Priester Paolo Lojudice damit begonnen, sonntags die Messe in einem großen Shopping-Center am Rande der Ewigen Stadt zu zelebrieren.

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