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Horror-Wochenende: Massaker-Serie mit 23 Toten hält USA in Atem

WASHINGTON. Das Massaker mit 14 Toten in einem Sozialzentrum in Binghamton im US-Bundesstaat New York war nach Angaben der Polizei kein Terrorakt.

Gegenteilige Behauptungen eines pakistanischen Talibanführers wies der Polizeichef von Binghamton, Jospeh Zikuski, am Wochenende kategorisch zurück. „Es gibt absolut keine Hinweise, dass dabei terroristische Aktivitäten beteiligt gewesen waren.“

Der Täter – der 41-jährige Einwanderer Jiverly Wong aus Vietnam – erschoss bei dem Überfall am Freitag 13 Menschen und tötete sich danach mit einem Kopfschuss. Die genauen Motive hinter dem Blutbad waren bis gestern nicht geklärt. Der Täter habe erst kürzlich seinen Job verloren. Zudem habe er darunter gelitten, dass er nur schlecht Englisch sprach, hieß es in US-Medienberichten. „Er muss ein Feigling gewesen sein“, sagte Polizeichef Zikuski. Er habe bei seiner Tat eine schusssichere Weste getragen, „und als er die Sirenen der Polizeiautos hörte, erschoss er sich selbst“. Viele der Opfer seien Ausländer, die sich um Einbürgerung bemühten, darunter vier Chinesen.

Am Samstag hatte der Führer der Taliban in Pakistan, Baitullah Mehsud, behauptet, seine Organisation stehe hinter dem Blutbad von Binghamton. „Ich übernehme die Verantwortung. Das waren meine Männer“, sagte er dortigen Medien am Telefon. Die Aktion sei eine Antwort auf Luftangriffe der US-Streitkräfte im pakistanisch-afghanischen Grenzgebiet.

Zikuski betonte, die Tat sei genau geplant gewesen. Um seine Opfer etwa daran zu hindern, aus dem Gebäude zu entkommen, habe der Täter die Hintertür mit seinem Auto blockiert. Vier Menschen mussten schwer verletzt ins Krankenhaus gebracht werden, hieß es. 37 Geiseln seien von der Polizei unverletzt befreit worden.

Serie von Gewaltverbrechen

Bei einer weiteren Schießerei in Pittsburgh (Pennsylvania) kamen am Samstag drei Polizisten ums Leben, drei weitere wurden verletzt. Ein Mann (22) hatte nach einem Familienstreit mit einem Sturmgewehr aus dem Fenster geschossen. Auch er hatte kürzlich seinen Job verloren, auch er trug eine kugelsichere Weste. Der Amokläufer ergab sich verletzt.

In Graham im Bundesstaat Washington entdeckte die Polizei in einer Wohnwagensiedlung die Leichen von fünf toten Kindern im Alter zwischen sieben und 16 Jahren. Wenig später fanden sie die Leiche des Vaters der Kinder. Der 35-Jährige dürfte seine Kinder nach einem Familienstreit erschossen und sich danach selbst gerichtet haben, während seine Frau außer Haus war.

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Artikel 06. April 2009 - 00:04 Uhr
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Tatort: Sozialzentrum in Binghamton (New York)  Bild: Hans Pennink

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