
Die Gesellschaften British Airways, KLM, Easyjet, Flybe, Aer Lingus, Loganair und Eastern Airways stellten ihre Flugverbindungen von und nach Schottland ganz oder teilweise ein.
Transportminister Hammond sagte, Dienstagfrüh würden "die meisten, wenn nicht alle Flüge von und nach Edinburgh und Glasgow und Flughäfen weiter im Norden gestrichen". Allerdings könne der Flugbetrieb in Edinburgh und Glasgow voraussichtlich am Nachmittag wieder aufgenommen werden, der auf den anderen Flughäfen solle bis Mittwochmorgen wieder normal laufen.
Die Fluggesellschaften SAS und Norwegian wollen auch in der Aschewolke des isländischen Vulkans Grimsvötn fliegen.
Aschewolke am Donnerstag über Spanien
Der Ausbruch des isländischen Vulkans Grimsvötn hatte die Sorgen vor ernsten Behinderungen im europäischen Flugverkehr wie im vergangenen Jahr geschürt, als der Vulkan Eyjafjallajökull zu massiven Flugausfällen in weiten Teilen Europas geführt hatte. Nach Angaben der Europäischen Flugsicherheitsbehörde Eurocontrol dürfte die Aschewolke am Dienstag im Norden Schottlands ankommen. "Wenn der Vulkanausstoß mit der gleichen Intensität weitergeht, könnte die Wolke den Westen Frankreichs und den Norden Spaniens am Donnerstag erreichen", hieß es.
Jeder Staat entscheidet selbst darüber, ob er seinen Luftraum schließt - die EU-Luftsicherheitsexperten geben nur Empfehlungen ab. Das europäische Krisenzentrum EACCC empfahl den Staaten am Montag, die Airlines selbst entscheiden zu lassen, ob sie in Gebieten mit Ascheteilchen fliegen wollen oder nicht. Mit Auswirkungen auf den österreichischen oder mitteleuropäischen Luftraum war laut Austro Control nach vorläufigen Berechnungen nicht zu rechnen.
Nachlassende Vulkanaktivität, ausbreitende Aschewolke
Der Vulkan sei zwar weniger aktiv als am Sonntag, setze aber immer noch große Mengen Asche frei, teilte Islands meteorologisches Institut mit. Die Asche habe sich über große Teile der Insel ausgebreitet, sagte der Geophysiker Einar Kjartansson. Auch die 400 Kilometer entfernte Hauptstadt Reykjavik sei betroffen. Bewohner wurden aufgefordert, Türen und Fenster geschlossen zu lassen. Nach Einschätzung von Kjartansson könnte der Vulkanausbruch noch ein oder zwei Wochen dauern, es sei allerdings „unmöglich“, dies genau vorherzusagen.
EU bereitet Notplan vor
Die EU-Kommission bereitete sich gestern auf einen Notplan zur Sicherung des Luftraums über Europa vor. Die Sprecherin von EU-Verkehrskommissar Siim Kallas, Helen Kearns, sagte, es sei schwierig, angesichts der Wettersituation die Folgen des Vulkanausbruchs vorherzusagen. „Nicht nur im technischen Bereich muss alles getan werden, auch politisch, vor allem was Notpläne betrifft.“ Jedenfalls habe die Kommission ihre Lektion aus dem Vulkanasche-Chaos vor einem Jahr gelernt. Bereits gestern habe es deshalb koordinierende Gespräche zwischen den nationalen Luftbehörden und Eurocontrol gegeben. Kearns kündigte auch Empfehlungen und Leitlinien an. Dabei gehe es auch um die Unterteilung in rote, blaue und graue Zonen. Einen einheitlichen Grenzwert für die Aschekonzentrationen für alle Mitgliedsstaaten durchzusetzen, sei nicht leicht. Es liege an den EU-Ländern selbst, die besten Entscheidungen für die Sicherheit zu treffen, sagte Kearns.
Die europäische Flugsicherung Eurocontrol ging trotz des weiteren Ascheausstoßes gestern davon aus, dass heute außerhalb von Island keine Luftraumsperren zu erwarten seien. Die Aschenwolke erreichte demnach gestern eine Höhe von acht bis zwölf Kilometern. Sie werde voraussichtlich heute Schottland erreichen, erklärte Eurocontrol. Wenn der Ausbruch des Vulkans Grimsvötn unvermindert anhalte, könne die Asche am Donnerstag den Westen Frankreichs und den Norden Spaniens erreichen. Mit Auswirkungen auf den österreichischen oder mitteleuropäischen Luftraum ist laut Austro Control vorerst nicht zu rechnen.
Gefährliche Vulkanasche
Vulkanasche kann Scheiben und Triebwerke von Flugzeugen beschädigen. Das gilt zumindest, wenn die Teilchen so hart und scharfkantig sind, wie die des isländischen Vulkans Eyjafjallajökull. Ein isländisch-dänisches Forscherteam hatte die Asche vom Ausbruch des Vulkans im April 2010 untersucht. Ergebnis: Die Partikel sind hart genug gewesen, um beim Aufschlag ein Pilotenfenster undurchsichtig werden zu lassen.
und alle Flieger stehen wieder auf dem Boden...
schlimm für die Betroffenen, die "Gestrandeten", die nicht weiter können - aber ich kann mich an die "besondere" Situation vor einem guten Jahr erinnern, keine Flugbewegungen am Himmel, war eine "eigene" Situation damals.
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