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"Verwüstung in der Karibik übersteigt Vorstellungskraft"

MIAMI/PARIS. Nachdem sich der verheerende Hurrikan "Irma" über Florida abgeschwächt hat, wird in den betroffenen Gebieten in der Karibik und auf dem US-Festland immer mehr das Ausmaß der Schäden sichtbar.

"Verwüstung in der Karibik übersteigt Vorstellungskraft"

Dieser Teil der britischen Jungferninseln wurde vom Hurrikan "Irma" komplett verwüstet. Bild: Reuters

"Die Verwüstung in der Karibik übersteigt alle Vorstellungskraft", sagte der niederländische König Willem-Alexander gestern bei einem Besuch im karibischen Sint Maarten. "So etwas habe ich noch nie gesehen. Und ich habe ziemlich viel Naturgewalt und Kriegsgewalt gesehen." Als Hurrikan der höchsten Stufe war "Irma" vor knapp einer Woche über die niederländisch-französische Insel gezogen.

Der französische Staatspräsident Emmanuel Macron, der gestern auf der Insel Guadeloupe eintraf, sprach unterdessen von der "größten Luftbrücke seit dem Zweiten Weltkrieg". Die Behörden würden alles tun, damit die Bewohner so schnell wie möglich zu einem normalen Leben zurückkehren könnten, betonte Macron.

Millionen Menschen ohne Strom

Auch im arg getroffenen US-Bundesstaat Florida begannen bereits die Aufräumungsarbeiten. Das Ausmaß der Schäden wird dort nach und nach sichtbar. Der Sturm deckte unzählige Hausdächer ab und kappte Leitungen. 6,2 Millionen Haushalte und 15 Millionen Menschen waren gestern ohne Strom. "Mindestens 54 Prozent der Häuser und Unternehmen in Florida sind am frühen Dienstag ohne Strom gewesen", schrieb etwa die Zeitung "Washington Post".

Laut dem Hurrikanzentrum in Miami gingen die Sturmfluten entlang der Küste gestern langsam zurück. Gefahr durch Überschwemmungen bestand jedoch weiterhin. Jacksonville, mit 880.000 Einwohnern die größte Stadt Floridas, stand noch immer unter Wasser. Die Pegelstände erreichten Rekordhöhen. Floridas Gouverneur Rick Scott sagte: "Wir wollen allen helfen, so schnell wie möglich wieder zum normalen Leben zurückzukehren. Das wird einige Zeit dauern, sind die Schäden doch enorm."

Hurrikan tobte mit 300 km/h

Insgesamt gab es durch den Hurrikan "Irma" bereits 48 Tote – 37 in der Karibik und elf in den USA. "Irma" war am vergangenen Mittwoch erstmals auf der kleinen Karibikinsel Barbuda an Land getroffen. Er war der stärkste jemals über dem Atlantik entstandene Hurrikan. Zudem hatte kein Hurrikan seit Beginn der Aufzeichnungen über einen so langen Zeitraum Windgeschwindigkeiten von fast 300 Kilometern pro Stunde erzeugt. Einige Gegenden in der Karibik wurden so schwer zerstört, dass sie als unbewohnbar gelten.

Video: In den USA zieht "Irma", inzwischen zum Tropensturm herabgestuft, weiter nach Norden. Auch in den Bundesstaaten Georgia und South Carolina hat er schwere Schäden angerichtet. In Florida beginnen jetzt die Aufräumarbeiten.

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Artikel 13. September 2017 - 00:04 Uhr
OÖN-TV

"Irma" - Bilder aus dem Weltall

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