Archiv | ePaper | Digital
 |  A A A
Samstag, 23. Juni 2018, 06:45 Uhr

Linz: 11°C Ort wählen »
 
Samstag, 23. Juni 2018, 06:45 Uhr mehr Wetter »
Startseite  > Weltspiegel

Russischer Exilant tot in London aufgefunden

LONDON. Ein russischer Exilant ist tot in London aufgefunden worden. Die britische Anti-Terror-Polizei leitet die Ermittlungen.

Der Tote soll ein früherer Geschäftspartner des Kreml-Kritikers Boris Beresowski (im Bild) sein, der 2013 nahe London tot aufgefunden wurde. Bild: Reuters

Britische Medien gaben den Namen des Toten mit Nikolai Gluschkow an. Gluschkow soll Berichten zufolge Kontakte zum Kreml-Kritiker Boris Beresowski gepflegt haben, der vor fünf Jahren stranguliert in seinem Haus nahe London aufgefunden worden war. Ein Fremdverschulden an seinem Tod hatte die Polizei damals nicht nachweisen können.

Die britische Anti-Terror-Polizei leitete nach eigenen Angaben eine Untersuchung zu dem neuerlichen Todesfall ein.

Erst in der vergangenen Woche war in Großbritannien ein Giftanschlag auf den russischen Ex-Spion Sergej Skripal verübt worden. Für die Tat macht die britische Regierung Russland verantwortlich - die OÖN berichteten.

Großbritannien untersucht frühere Todesfälle erneut

Großbritannien lässt etwa 14 Todesfälle in Großbritannien mit einer möglichen Verbindung nach Russland erneut untersuchen, kündigte Innenministerin Amber Rudd am Dienstag in London an. Die Todesfälle reichen teils mehr als zehn Jahre zurück. Darunter sind auch prominente Kritiker des russischen Präsidenten Wladimir Putin, etwa der Oligarch Boris Beresowski.

Die Todesursache von Geschäftsmann Nikolai Gluschkow, der heute (Dienstag) tot in seinem Haus in London entdeckt wurde, ist noch unklar. Die Anti-Terror-Polizei übernahm aber vorsichtshalber die Ermittlungen. Unter anderem hatte Gluschkow für die russischen Großkonzerne Avtovaz und Aeroflot gearbeitet. 2004 war er zu drei Jahren und drei Monaten Haft nach Vorwürfen von Betrug und Geldwäsche verurteilt worden. 2010 erhielt er in Großbritannien Asyl.

Im Fall Gluschkow sieht die Polizei aber derzeit keine Verbindung zu dem Attentat auf den Ex-Doppelagenten Sergej Skripal und dessen Tochter. Die beiden waren am 4. März bewusstlos auf einer Parkbank in der südenglischen Kleinstadt Salisbury entdeckt worden. Sie befinden sich nach britischen Angaben in einem kritischen Zustand. Bei dem Attentat war das in der früheren Sowjetunion produzierte, extrem gefährliche Nervengift Nowitschok verwendet worden.

Kommentare anzeigen »
Artikel 13. März 2018 - 18:11 Uhr
Mehr Weltspiegel

Neue Odyssee: Deutsches Schiff mit Migranten darf nicht anlegen

ROM. Erneut ist ein Rettungsschiff mit vielen Migranten an Bord auf Irrfahrt auf dem Mittelmeer.

Priester löste mit Ohrfeige bei Taufe Empörung aus

CHAMPEAUX. In Frankreich hat ein Priester Empörung ausgelöst, weil er einem schreienden Baby bei der Taufe ...

Argentinische Fans sollen Kroaten zusammengeschlagen haben

NISCHNI NOWGOROD. Argentinische Fußballfans haben Medienberichten zufolge einen Kroaten nach dem 3:0-Sieg ...

Ratte vernichtete in Geldautomaten 15.000 Euro

GUWAHATI. Eine Ratte hat sich in Indien eine Mahlzeit im Wert von mehr als 15.000 Euro gegönnt - in Form ...

Stopp für Zirkus-Auftritte von Elefanten und Seelöwen

STOCKHOLM. Elefanten und Seelöwen dürfen in Schweden künftig nicht mehr im Zirkus auftreten.
Meistgelesen   mehr »
Weitere Meldungen
OÖNachrichten auf Facebook OÖNachrichten auf Twitter OÖNachrichten auf Google+ OÖNachrichten RSS
Bitte Javascript aktivieren!