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Papst schloss Heilige Pforte - Jubiläumsjahr beendet

VATIKANSTADT. Papst Franziskus hat am Sonntag die Heilige Pforte am Petersdom geschlossen und damit das am 8. Dezember 2015 begonnene "Jubiläumsjahr der Barmherzigkeit" beendet.

Franziskus schließt die Heilige Pforte. Bild: (Reuters)

Das schwere bronzene Portal wird dann später wieder zugemauert.

Zehntausende Gläubige strömten zur Schließungszeremonie und zu einer Messe, die der Papst mit 17 neuernannten Kardinälen zelebrierte. Der Pontifex zog mit den neuen Kardinälen an der Spitze einer Prozession vor Beginn des Dankgottesdienstes in den Petersdom ein. Schärfste Sicherheitsvorkehrungen wurden für die Zeremonie ergriffen. Das Areal wurde abgesperrt. Über der Innenstadt Roms kreisten Polizei-Hubschrauber.

Auch auf Twitter gab der Papst die Schließung der Heiligen Pforte bekannt.

20 Millionen Pilger in Rom

Während des Heiligen Jahres wurde Gläubigen unter bestimmten Bedingungen ein vollständiger Erlass ihrer Sünden gewährt. Nach Vatikan-Angaben reisten mehr als 20 Millionen Pilger nach Rom. Am morgigen Montag veröffentlicht der Papst ein Apostolisches Schreiben mit dem Titel "Misericordia et Miseria", in dem er eine Bilanz des Jubiläums zieht.

Unter den neuen Kardinälen, die mit dem Papst die Messe zum Abschluss des Jubiläumsjahres zelebrierten, waren fünf Europäer, vier Nordamerikaner, zwei Südamerikaner, drei Afrikaner, zwei Asiaten und ein Ozeanier. Vier Purpurträger sind über 80 Jahre alt und damit bei einer Papstwahl nicht stimmberechtigt. Papst Franziskus übergab den neuen Kardinälen am Samstag beim Konsistorium im Petersdom das traditionelle rote Birett und den Kardinalsring.

Als Konsistorium bezeichnet man in der katholischen Kirche eine Vollversammlung der Kardinäle. Das größte Konsistorium der Kirchengeschichte veranstaltete 2001 Johannes Paul II., als er gleichzeitig über 40 neue Kardinäle ernannte. Dabei überschritt er die von Paul VI. im Jahr 1968 erlassene Höchstzahl von 120 Wahlberechtigten - zeitweise gab es unter Johannes Paul II. 135 Purpurträger unter 80 Jahren.

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Artikel nachrichten.at/apa 20. November 2016 - 11:03 Uhr
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