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Papst öffnete Heilige Pforte der Lateranbasilika

VATIKANSTADT. Nachdem er am Dienstag das "Jubiläumsjahr der Barmherzigkeit" eröffnet hatte, hat Papst Franziskus am Sonntag die Pforte der Lateranbasilika aufgestoßen, seiner Bischofskirche als Bischof von Rom.

Papst

Papst Franziskus Bild: (APA/AFP/VINCENZO PINTO)

Auf der Schwelle sammelte sich Franziskus in einem Moment des Gebets, danach durchschritt er die Pforte ins Innere der Lateranbasilika.

An diesem dritten Adventsonntag werden erstmals in der Geschichte der Jubeljahre die Heiligen Pforten aller Kathedralen weltweit am selben Tag geöffnet. Circa 2.000 Gläubige versammelten sich in und vor der Lateranbasilika, um der Messe beizuwohnen, die der Papst zelebrierte. Schärfste Sicherheitsvorkehrungen wurden rund um die Basilika ergriffen.

Am Sonntagvormittag öffnete Kardinal James Harvey die Heilige Pforte von Sankt Paul vor den Mauern. Der Besuch der vier Papstbasiliken - neben den genannten kommen noch die Peterskirche und die Basilika Santa Maria Maggiore dazu - gehört zu den festen Programmpunkten eines jeden Jubiläumsjahres. In jeder Basilika befindet sich eine Heilige Pforte, wovon zumindest eine im Lauf des Pilgerwegs durchschritten werden sollte.

Die Heilige Pforte ist zentraler Bestandteil der Jubiläumsjahre in Rom. Ein bestimmter Eingang in jeder der vier Patriarchal-Basiliken - im Petersdom ist es das rechte der fünf Portale - ist nur für die Zeit der Heiligen Jahre geöffnet. Die feierliche Öffnung und Schließung durch den Papst markieren Beginn und Abschluss eines Jubeljahres.

Das "Jubiläum der Barmherzigkeit" ist ein Außerordentliches Heiliges Jahr, das erste mit einem präzisen Thema als Inhalt. Damit will der Papst die Menschen zu Umkehr und Hinwendung zu Gott aufrufen und ihren Blick auf Bedürftige und Notleidende lenken. Bis zur neuerlichen Schließung der Heiligen Pforte am 20. November 2016 werden Millionen Menschen diese Schwelle überschreiten und damit Buße und Läuterung erbitten. Das Heilige Jahr wird in der katholischen Kirche alle 25 Jahre begangen. Im Jubiläumsjahr, das die katholische Kirche seit 1475 alle 25 Jahre feiert, können Gläubige durch Gebet und Buße einen Ablass ihrer Sünden erlangen.

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Artikel nachrichten.at/apa 13. Dezember 2015 - 10:17 Uhr
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