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Papst gab sich nach Führungswechsel in Malteser-Orden versöhnlich

VATIKAN. Nach dem Rücktritt des Großmeisters des Malteser-Ordens Matthew Festing auf Druck von Papst Franziskus, hat dieser einen Brief an den Orden geschrieben. Franziskus rief die Malteser, die am Samstag zur Annahme des Rücktritts Festings tagte, zur Zusammenarbeit auf.

Papst Franziskus

Papst Franziskus Bild: Afp

Nach Angaben der italienischen Nachrichtenagentur ANSA war der Ton des Papstes in dem Schreiben versöhnlich. Es gehe ihm darum, eine Lösung in der Kontroverse über vatikanische Ermittlungen in der Leitung des Malteser-Ordens zu finden. Anlass des Vorgehens des Vatikans war ein Streit über die Absetzung des Deutschen Albrecht von Boeselager als Großkanzler der Malteser.

Großmeister Festing hatte die Entlassung im vergangenen Dezember mit "schwerwiegenden Problemen", vor allem bei der Billigung der Verteilung von Kondomen in Hilfsprojekten für Flüchtlinge begründet. Die Vorwürfe beziehen sich auf die Zeit, als Boeselager Verantwortlicher für die Koordination der humanitären Hilfe des Ordens war. Boeselager kritisierte, die Amtsenthebung entbehre "jeder rechtlichen Grundlage". Mitte Jänner reichte er vor dem zuständigen ordensinternen Magistral-Gericht Einspruch gegen seine Enthebung und seinem Ausschluss aus dem Orden ein. Festing hatte sich zuletzt gegen eine vatikanische Untersuchung der Leitungskrise gewehrt. Der Papst forderte ihn daher zum Rücktritt auf.

Der Malteserorden mit weltweit 13.500 Mitgliedern hat den Status eines Völkerrechtssubjekts. Kardinalpatron ist seit 2014 der US-amerikanische Kardinal Raymond Leo Burke.

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Artikel nachrichten.at/apa 28. Januar 2017 - 17:21 Uhr
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