Wie der Polizeichef von San Pedro Sula, Guillermo Arias, mitteilte, hielten sich zum Zeitpunkt des Anschlages 19 Personen in der Werkstatt im Norden des mittelamerikanischen Landes auf.
„Wir sahen ein danteskes Bild“, gab einer der Ärzte zu Protokoll, die zu dem Tatort geeilt waren. „Es gab nicht mehr viel zu tun.“ Fünf blutüberströmte Opfer seien noch in Krankenhäuser gebracht worden. Vier seien dort gestorben. Der fünfte ringe mit dem Tode, berichtete am Mittwoch die Tageszeitung „El Heraldo“.
Die Killer waren nach Augenzeugenberichten durch einen Torweg in das Gebäude eingedrungen und hätten sofort das Feuer eröffnet. „In Sekunden wurde die kleine Werkstatt, in der vor allem Frauenschuhe hergestellt werden, mit Blut verschmiert“, sagte ein Nachbar. Die Schuster seien an ihrem Arbeitsplatz gestorben. Die Täter entkamen.
Junge Opfer
Die Toten sind nach Angaben der Staatsanwaltschaft junge Schuhmacher im Alter zwischen 17 und 24 Jahren. Über die Gründe der Bluttat lagen zunächst keine Informationen vor. Polizeikommissar Hector Ivan Mejia Velasquez sagte dem Zeitungsbericht zufolge, möglich seien Machtkämpfe zwischen rivalisierenden „Mara“-Banden.
Honduras, Guatemala und El Salvador gehören mit einer Rate von bis zu über 70 Morden auf 100 000 Einwohner zu den gefährlichsten Ländern in Amerika. Die Mehrzahl der Morde wird von kriminellen Banden wie den „Maras“ begangen. Sie treiben unter anderem von Taxis und Nahverkehrsbussen „Mautgebühren“ ein. Wer nicht zahlt, riskiert, getötet zu werden. Viele Bus- und Taxifahrer sind bereits erschossen worden. Bei dem bisher schlimmsten Massaker hatte im Dezember 2004 eine Bande 21 Fahrgäste in einem Bus getötet.
Vater und Sohn räumen Schulden-Hof nicht
Rekordgewinn: General Motors hat Pleitegeier verscheucht
Marc Janko: „Ich habe das Debüt genossen“
Bricht Santorum die Sieges-Serie Romneys?