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Giftanschlag: "Das war versuchter Mord auf höchst grausame und öffentliche Art"

LONDON. Ex-Doppel-Agent und seine Tochter kämpfen im Spital um ihr Leben

Giftanschlag: "Das war versuchter Mord auf höchst grausame und öffentliche Art"

Ex-Doppel-Agent Sergej Skripal Bild: APA/AFP/Kommersant Photo/YURI SENATOROV

Fieberhaft arbeiten in Großbritannien Hunderte von Kriminalisten, Forensikern, Antiterror- und Geheimdienstmitarbeitern an der Aufklärung des mutmaßlichen Mordversuchs an dem Doppelagenten Sergej Skripal und seiner Tochter Julia. "Das war versuchter Mord auf eine höchst grausame und öffentliche Art", sagte Innenministerin Amber Rudd.

Die Polizei sagte, Forscher hätten das verwendete Nervengift identifiziert. Die Behörden wollen den Namen aber derzeit nicht veröffentlichen. Klar ist: Bei dem Attentat ist ein sehr seltenes Gift verwendet worden. Laut BBC handelt es sich weder um Sarin, das einem UN-Bericht zufolge zuletzt im Syrien-Krieg zum Einsatz kam, noch um VX, mit dem der Halbbruder des nordkoreanischen Führers Kim Jong-un getötet wurde.

Bekannt sind die letzten Schritte des 66-jährigen Ex-Agenten und seiner 33-jährigen Tochter. Am Sonntag besuchten beide das Pub "Bishop’s Mill" und das italienische Restaurant "Zizzi" in Salisbury. Kurze Zeit später wurden sie auf einer Bank bewusstlos aufgefunden.

Auffällig benommen

Augenzeugen zufolge soll sich Skripal in dem Restaurant auffällig benommen haben. Ein Zeuge erzählte der BBC, Skripal habe sich "sehr seltsam" verhalten und sei "sehr aufgeregt" gewesen. "Er schien kurz davor, die Beherrschung zu verlieren."

Für den Chef der britischen Anti-Terror-Einheit, Mark Rowley, ist die Sache eindeutig: "Nachdem festgestellt wurde, dass ein Nervengift die Ursache der Symptome ist, kann ich auch bestätigen, dass wir glauben, dass die beiden gezielt ins Visier genommen wurden."

Skripal und seine Tochter kämpfen seitdem in einem Krankenhaus um ihr Leben, beide liegen im Koma. Ein britischer Polizeibeamter, der zu Hilfe eilte und ebenfalls betroffen ist, sei ansprechbar, sagte Innenministerin Rudd. Die "Times" berichtete unter Berufung auf Regierungskreise, der Zustand Sergej Skripals sei besonders ernst.

Giftanschlag: "Das war versuchter Mord auf höchst grausame und öffentliche Art"

Tochter Julia Skripal Fotos: Reuters, AFP

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Artikel 09. März 2018 - 00:04 Uhr
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