Archiv | ePaper | Digital
 |  A A A
Mittwoch, 23. August 2017, 23:36 Uhr

Linz: 15°C Ort wählen »
 
Mittwoch, 23. August 2017, 23:36 Uhr mehr Wetter »
Startseite  > Weltspiegel

Fahrer von Autoangriff war bekannter Islamist

PARIS. Auf dem Pariser Prachtboulevard Champs-Elysees hat ein bewaffneter Mann ein Auto in ein Polizeifahrzeug gelenkt. Die Behörden haben Ermittlungen wegen Terrorverdachts aufgenommen.

FRANCE-POLICE/

Bild: GONZALO FUENTES (Reuters)

Der Angreifer der Pariser Champs-Elysees war den Behörden als radikaler Islamist bekannt. Der 31-Jährige sei seit 2015 aktenkundig gewesen, verlautete am Montag aus übereinstimmenden Quellen. Seine Familie gehörte demnach der Salafisten-Szene an.

Nach einer Autoattacke auf einen Kleinbus der Gendarmerie im Herzen von Paris haben die Behörden Ermittlungen wegen Terrorverdachts aufgenommen. Ein Mann hatte am Montag auf dem Prachtboulevard Champs-Elysees mit seinem Wagen den Bus gerammt, sein Auto ging danach in Flammen auf.

Der mutmaßliche Angreifer sei tot, berichtete Innenminister Gerard Collomb am Nachmittag. Weder Sicherheitskräfte noch Passanten wurden verletzt.

Die Champs-Elysees sind eine beliebte Touristenmeile mit vielen Geschäften. Erst am Sonntag hatten die Franzosen unter hohen Sicherheitsvorkehrungen ihr neues Parlament gewählt.

Der 31-Jährige sei den Sicherheitsbehörden bekanntgewesen, berichtete der Sender BFMTV. Innenminister Collomb sprach an Ort und Stelle von einem "versuchten Anschlag". In dem Auto seien Waffen und Explosivstoffe gefunden worden. Nach Medienberichten hatte der Mann mindestens eine Gasflasche, ein Kalaschnikow-Gewehr sowie Faustfeuerwaffen in dem Fahrzeug dabei.

Der Bereich wurde großräumig abgesperrt, es kam zu einem Verkehrschaos. Ein bekanntes Ausstellungsgebäude, das Grand Palais, wurde laut Medienberichten geschlossen.

Fernsehbilder zeigten, wie das Auto des Angreifers unmittelbar nach dem Zusammenprall in Flammen aufging. Zu sehen war, wie die Gendarmen sofort zu dem brennenden Wagen liefen, um die gelblichen Flammen zu ersticken. Die Gendarmen hätten den Mann aus seinem Auto herausgeholt, berichtete eine Polizeisprecherin. Sprengstoffexperten waren zur Stelle.

In Frankreich häufen sich die Attacken auf Sicherheitskräfte. Erst im April hatte ein 39 Jahre alter Gewalttäter auf den Champs-Elysees Polizisten angegriffen und den Beamten Xavier Jugele getötet. Anfang des Monats war ein radikalisierter 40-Jähriger vor der weltbekannten Kathedrale Notre-Dame mit einem Hammer auf Polizisten losgegangen.

Collomb sagte mit Blick auf den neuen Angriff auf den Champs-Elysees, der Angriff habe den Sicherheitskräften gegolten. Das Maß der Bedrohung im Land sei "extrem hoch".

Er erinnerte daran, dass die Regierung am Mittwoch ein Gesetz vorlegen will, um den terrorbedingten Ausnahmezustand bis Anfang November zu verlängern. Darüber hinaus gibt es ein neues Sicherheitsgesetz. Frankreich wird seit zweieinhalb von einer beispiellosen islamistischen Terrorwelle erschüttert. Fast 240 unschuldige Menschen wurden dabei aus dem Leben gerissen.

Kommentare anzeigen »
Artikel nachrichten.at/apa 19. Juni 2017 - 20:51 Uhr
Weitere Themen

Rockkonzert wurde nach Terrorwarnung abgesagt

ROTTERDAM. In den Niederlanden ist ein Rockkonzert wegen einer Anschlagswarnung kurzfristig abgesagt worden.

Sieben Tote und 38 Vermisste nach Schiffbruch

RIO DE JANEIRO. Ein Schiff mit 70 Menschen an Bord ist auf einem Fluss in Nordbrasilien untergegangen.

Barcelona: Kopf der Terrorzelle hätte abgeschoben werden sollen

MADRID/BARCELONA. Die spanische Justiz hat einen schweren Fehler im Umgang mit dem mutmaßlichen Kopf der ...

Geblitzt: Paar knutschte bei 139 km/h im Auto

DORTMUND. Ein Blitzerfoto für die Ewigkeit – für Polizei und Liebespaar: Auf der Autobahn 45 hat die ...

Flut spülte nepalesische Nashörner bis nach Indien

KATHMANDU. Monsunfluten haben vier Nashörner aus einem Nationalpark in Nepal bis nach Indien mitgerissen - ...
Meistgelesene Artikel   mehr »
Bitte Javascript aktivieren!