Rund 500 Gebäude gingen in den Gebieten um die Stadt Wolgograd (früher Stalingrad) und Saratow in den Flammen auf. Kremlchef Medwedew wurde am späten Donnerstagabend über die dramatische Lage informiert, wie die Präsidialverwaltung mitteilte.
Die Behörden hatten unlängst die schwersten Wald- und Torfbrände der russischen Geschichte für gelöscht erklärt. Wegen der andauernden Hitze und Trockenheit sowie starken Winde seien die Feuer im Süden des größten Landes der Erde mit neuer Wucht entfacht, berichteten Medien. Viele Gebäude mussten evakuiert werden. Bereits nach den wochenlangen Bränden in vielen Teilen des Landes hatte auch der russische Regierungschef Wladimir Putin von kriegsähnlichen Zuständen gesprochen. Mehr als 50 Menschen waren nach offiziellen Angaben gestorben, Tausende weitere wurden obdachlos.
Die Umweltorganisation Greenpeace hatte die Schäden auf mehr als 200 Milliarden Euro geschätzt, viel höher als von den Behörden angegeben. Insgesamt seien den Flammen mindestens zwölf Millionen Hektar und damit eine Fläche größer als der gesamte Waldbestand Deutschlands zum Opfer gefallen. Die Katastrophe könne sich jederzeit wiederholen, hatte Greenpeace Ende August gewarnt. Forstexperten beklagen das Fehlen von Feuerschutz und Frühwarnsystemen.
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