
Das sagte Katastrophenschutzminister Schoigu am Donnerstag nach Angaben russischer Nachrichtenagenturen, während die Temperaturen im Land sanken und Regen angekündigt wurde. Ein Feuer auf einer Müllkippe nahe Moskau verursachte allerdings eine neue, womöglich giftige Rauchwolke.
Schoigu machte seine Ankündigung bei einer Sitzung des Krisenstabs seines Ministeriums. Die Brände sollten bis zum Sonntag alle gelöscht sein, sagte er. Sein Stellvertreter Alexander Tschuprian sagte, in der Region seien bereits 95 Prozent aller Feuer gelöscht.
Nach der schweren Dürre muss der eigentliche Weizengroßexporteur Russland möglicherweise erstmals seit zehn Jahren wieder Getreide im größeren Umfang importieren. Im Erntejahr 2010/2011 dürfte sich der Bedarf auf 1,5 bis 2,2 Millionen Tonnen erhöhen, schätzten Experten des Instituts für Landwirtschaftliche Marktstudien in Moskau. Die Wirtschaftszeitung "Wedomosti" schrieb am Donnerstag sogar von mindestens 5 Millionen Tonnen.
Zwar beeilte sich das Landwirtschaftsministerium die Zahlen zu dementieren. "Nichts dergleichen steht zur Diskussion hier", sagte eine Sprecherin. Die Schätzungen trieben die Weizenpreise dennoch weiter in die Höhe. Der Pariser Weizen-Future und der US-Preis an der Terminbörse in Chicago legten um etwa vier Prozent zu.
Seit dem Ende der Sowjetunion sind die Getreideimporte nach Russland deutlich gesunken, seit einigen Jahren sogar unter die Millionenmarke. Nachdem die schwerste Trockenheit in Russland seit einem Jahrhundert die Weizenfelder in diesem Jahr schwer in Mitleidenschaft gezogen hatte, hat die Regierung die Exporte inzwischen stoppt. Die Hitzewelle mit ihren verheerenden Waldbränden hat in Russland nach Expertenschätzung ein Viertel der Getreideernte zerstört.
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