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Attentäter aus Ägypten sprach Opfer auf Deutsch an 

KAIRO. Der Mann, der im Touristenort Hurghada zwei deutsche Frauen erstochen hat, soll sich davor zu ihnen gesetzt und Deutsch mit ihnen gesprochen haben. Das berichten die Nachrichtenagentur AP und die Zeitung "Al-Shorouk" unter Berufung auf informierte Kreise. 

EGYPT-SECURITY/TOURISTS

Der Mann wurde von Sicherheitskräften überwältigt und festgehalten. Bild: Reuters

Dem ägyptischen Innenministerium zufolge war der 28-jährige Angreifer am Freitag von einem öffentlich zugänglichen Küstenstreifen aus zum Zahabia Hotel geschwommen, wo er die beiden Touristinnen tötete und zwei weitere Personen verletzte. Nachdem er schwimmend geflüchtet und in der benachbarten Ferienanlage Sunny Days El Palacio wiederum auf Touristen losgegangen war, wurde er von Wachleuten überwältigt und festgehalten.

Die beiden Opfer stammen aus der Nähe von Peine. Laut Peter-Jürgen Ely, dem ehemaligen deutschen Honorarkonsul Hurghadas, haben sie immer wieder für mehrere Wochen in dem Ferienort gewohnt. Der Täter stammt aus der Region des Nil-Deltas, aus Kafr asch-Schaich, wo er an der wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Al-Aszhar-Universität studierte. Die Universität war zuletzt wegen ihrer mutmaßlich radikalen Lehre in die Kritik geraten.

Laut „Al-Shorouk“ beruft sich der 28-Jährige auf das islamische Recht der Scharia. Er habe dies in den Vernehmungen mit den Ermittlern gesagt, berichtet „Al-Shorouk“ unter Berufung auf informierte Kreise. Der Mann offenbare die Ideologie der Terrormiliz Islamischer Staat (IS). Die Scharia fußt auf dem Koran, militante Islamistengruppen verweisen bei der Durchsetzung ihres Regimes auf dieses Regelwerk.

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Artikel 16. Juli 2017 - 16:20 Uhr
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