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Amokläufer erschoss vier Menschen in Kalifornien

SACRAMENTO. Ein Amokläufer hat in Nordkalifornien ein Blutbad angerichtet. Laut Polizei schoss der Angreifer wahllos um sich und tötete vier Menschen, bevor er selbst von Einsatzkräften erschossen wurde.

US-crime-shooting

Der Amokläufer schoss wahllos auf Gemeindemitglieder. Anschließend wurden die Straßen von der Polizei blockiert. Der Täter wurde erschossen. Bild: ELIJAH NOUVELAGE (APA/AFP/ELIJAH NOUVELAGE)

Der Amoklauf begann in einem Haus im Bezirk Tehama 160 Kilometer nördlich von Sacramento. Anschließend fuhr der Mann durch die Gemeinde und feuerte aus dem Auto heraus. Auch an einer Volksschule gab es Opfer.

Der Täter habe sich seine Ziele wahllos ausgesucht, sagte Vize-Sheriff Phil Johnston vor Journalisten. Unter den etwa zwölf Verletzten seien mehrere Kinder. In der Volksschule am Rande der Kleinstadt Corning sei ein Kind angeschossen worden. Ein anderes Kind sei verletzt worden, als es mit seiner Mutter im Auto unterwegs gewesen sei. Die Frau habe schwere Verletzungen erlitten.

Schütze hatte drei Waffen bei sich

Johnston zufolge stahl der Angreifer zu Beginn seines Amoklaufs ein Auto. Als dieses den Geist aufgegeben habe, habe er ein zweites Fahrzeug gestohlen. Am Tatort seien drei Waffen gefunden worden: ein halbautomatisches Gewehr und zwei Handfeuerwaffen. Rund hundert Beamte seien im Einsatz gewesen.

Berichte über häusliche Gewalt

Das Motiv des Täters war zunächst unklar, ersten Berichten zufolge könnte ein häuslicher Streit eskaliert sein.

Der Augenzeuge Casey Burnett sagte der Lokalzeitung "Redding Record Searchlight", der Täter sei "herumgefahren und habe wahllos aus dem Auto herausgefeuert". Ein Anrainer, Brian Flint, sagte örtlichen Medien, sein Mitbewohner sei von dem Amokläufer erschossen worden. "Er ist tot. Er hat es nicht geschafft." Bei dem Täter habe es sich um einen Nachbarn gehandelt, der in letzter Zeit viel geschossen habe und große Waffenmagazine leergefeuert habe.

Schusswaffenangriffe dieser Art geschehen in den USA immer wieder und lösen regelmäßig eine ergebnislose politische Debatte über die laxen Waffengesetze aus. Erst kürzlich hatte ein 26-jähriger Mann in Texas in Blutbad angerichtet. Bei dem Massaker in einer Kirche tötete er 26 Menschen, darunter auch viele Kinder.

Wiederum fünf Wochen davor hatte ein Heckenschütze in Las Vegas das schlimmste Schusswaffenmassaker der jüngeren US-Geschichte begangen. Er feuerte bei einem Countrymusik-Festival in die Besuchermenge und tötete 58 Menschen.

 

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Artikel nachrichten.at/apa 15. November 2017 - 07:11 Uhr
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