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OÖN-Test: iRiver E100

Auch iRivers Player haben sich mittlerweile in die großen Elektrofachmärkte Österreichs vorgekämpft. Das 4-GB-Modell kostet etwa 80 Euro und wird mit ein wenig dumpf klingenden Ohrhörern, einem Datenkabel und einer Installations-CD geliefert.

iriver e100

Bild:

Kleine Stereolautsprecher eingebaut

Die Hardware des Players überrascht mit kleinen rückseitigen Stereolautsprechern, die zwar baubedingt keinen kräftigen Bass wiedergeben, aber dennoch eine nette Zugabe darstellen. Die Verarbeitungsqualität ist auf den ersten Blick sehr gut, im Lauf der Zeit ärgert sich der Anwender aber über Dinge wie den ständig heraus fallenden Deckel des USB-Anschlusses oder den Umstand, dass der Ohrhörer-Stecker nicht ordentlich sitzt: Von letzterem bleibt stets ein Millimeter Metall sichtbar, eine wackelige Verbindung inklusive Tonstörungen ist die Folge. Der Grundsound des Players ist ein wenig bassarm und brüchig.

 

Eigenwillig gewählte Tastenbelegung

Die Menüführung ist großteils klar strukturiert und übersichtlich. Bei der Bedienung der Musikfunktion taucht allerdings die Frage auf, warum iRiver ausgerechnet die verwendete Tastenbelegung gewählt hat: Die „Vorwärts“-Taste befindet sich unten, „Zurück“ ist oben, ins Menü gelangt man mit der linken Taste, die rechte ist für die Auswahl eines Songausschnitts (A-B Endlosschleife) zuständig. Erwarten würden wir „Vorwärts“ viel eher rechts und „Rückwärts“ links. Die Endlosschlaufe würden wir überhaupt als äußerst selten benötigte Funktion ansehen, die nicht direkt verfügbar zu sein braucht. Übrigens: Die Fotofunktion verwendet sehr wohl die oben eingemahnte Tastenbelegung – nur hat der verwirrte Anwender wenig von dieser Inkonsistenz. Eine einheitliche, nachvollziehbarere Tastenbelegung wäre besser gewesen.

 

Unrichtig bezeichneter Menüpunkt

Die Paradedisziplin des Mp3-Abspielens erfüllt der E100 mit Bravour, beim Starten und Stoppen eines Stücks senkt das Gerät langsam die Lautstärke, bevor es zum nächsten Titel wechselt. In die Mp3-Dateien eingebettete Coverfotos werden anmutig angezeigt. Auch das Radio arbeitet grundsätzlich gut, hinter dem Menüpunkt „Aufnahmequalität“ verbirgt sich aber keine Einstellmöglichkeit, sondern die Aktivierung der Aufnahme. Beim sehr vielseitigen Diktiergerät (es zeichnet auch externe Tonquellen auf) lässt sich die Qualität sehr wohl einstellen, allerdings ist der Menüpunkt gut versteckt (rechte Taste gedrückt halten).

 
 

Mit der Darstellung von Fotos haben wir im Test keine Probleme, mit der von Texten aber schon. Doc- und rtf-Dateien werden nicht unterstützt, das hatten wir auch nicht erwartet. Txt-Dateien sind dem Player schon lieber, nur verträgt er sich mit Sonderzeichen wie den deutschen Umlauten ganz und gar nicht. Auch Anführungszeichen sind seine Spezialität nicht.

Unser Fazit: Oberflächlich bietet der E100 ziemlich viel fürs Geld. Er ist auch durchaus alltagstauglich (im Gegensatz etwa zu Cowons D2). Einige Unstimmigkeiten in der Bedienung und kleinere Konstruktionsmängel trüben aber das Bild.

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Artikel Von Thomas Widter 13. Februar 2009 - 14:32 Uhr
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