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OÖN-Test: Sony Ericsson W902

Beim W902 trifft überzeugendes Hardware-Design auf ausgereifte Handy-Software. Das Ergebnis: Ein tolles Multimedia-Gerät, vor allem für Sony Ericsson-Anhänger.

w902 1

Bild:

Hier spielt die Musik: Auf den acht Gigabyte Speicherplatz des W902 finden eine Menge Songs Platz. Das gelungene moderne Design und die 5-Megapixel-Kamera mit Blitz bieten auch einiges fürs Auge. An der Oberfläche erweckt das ca. 340 Euro teure Handy den Eindruck, das perfekte Musik- und Multimedia-Gerät zu sein. Bei genauerem Hinsehen finden wir jedoch einige Kritikpunkte.

 

Durchdacht konstruiert – für Rechtshändler

Die Konstruktion des 100 Gramm schweren Handys wirkt durchdacht: Vom Layout der Tasten über das Design der rechten Seitenleiste, deren Tasten den Mp3-Players und die Kamera steuern, bis hin zur Positionierung von Lautsprecher und Mikro hat Sony Ericsson nichts dem Zufall überlassen. Das Handy eignet sich aber für Menschen, die mit der linken Hand (und dem linken Ohr) telefonieren nur bedingt, weil der Lautsprecher versetzt angebracht ist. Ein kleiner Makel ist in der rückseitigen Abdeckung zu sehen, die sich ein wenig zu leicht öffnen lässt.

 

Mineralglas-Display, In-Ear-Ohrhörer

Bei den Materialien hat Sony großteils zu guten „Zutaten“ gegriffen. So besteht die Abdeckung des 2,2 Zoll großen Displays aus Mineralglas, die USB-Schnittstelle arbeitet flott und auch die Klangqualität ist in Ordnung. Die Ohrhörer sind allerdings eine In-Ear-Ausführung und damit Geschmackssache (gesundheitliche Bedenken möglich). Kritisierenswert ist die Musik-Taste auf der oberen Seitenleiste: Ihr Druckpunkt ist sehr schlecht: Da es eine Sekunde dauert, bis der Mp3-Player geladen wird, fehlt eine anständige Rückmeldung, ob das Betätigen der Taste erfolgreich war.

 

Animation: Hübsch, aber hinderlich

Der Mp3-Player selbst reagiert ebenfalls leicht verzögert auf viele Eingaben. Grund dafür dürfte der aufwendige animierte Bildschirmhintergrund sein (herumfliegende orange Bälle). Die Navigation durch die eigene Musiksammlung würde ohne das optische Schnickschnack wohl flüssiger verlaufen. Der eingebaute Kippsensor bringt dem Mp3-Player leider  keinen echten Mehrwert (wie etwa eine „Cover Flow“-Darstellung bei Apples iPhone). Von der Funktionalität her gibt es nichts auszusetzen, das Handy spielt auch im iTunes Store gekaufte Titel (sofern ohne Kopierschutz) problemlos ab. Die Tonqualität ist sehr gut. Zu bemängeln ist der bei Sony Ericssons Musikhandys übliche proprietäre Ohrhöreranschluss: Ohne das Headsetkabel lässt sich kein Kopfhörer anschließen, auch die mitgelieferten Ohrhörer nicht.

 

Tolles Radio, gute Kamera, mäßiger Webbrowser

Das Radio funktioniert ausgezeichnet und erkennt sogar den Namen des Senders. Die Kamera ist einfach zu bedienen und hält für anspruchsvolle Anwender ein aufwändiges Menü bereit, das sich dem Laien aber nicht unangenehm aufdrängt. Unsere Testfotos haben sehr angenehme Farben, weisen jedoch ein hohes Bildrauschen auf, das sich vor allem bei dunklen Motiven zeigt. Der Webbrowser bringt das 240 x 320 Pixel umfassende 2,2 Zoll große Display ein wenig in Verlegenheit, hier herrscht akute Stielaugen-Gefahr. Als kleines Zusatzgimmick hat Sony Ericsson ein USB-Kartenlesegerät (nur M2 Format) beigelegt, das aber dank der schnellen USB-Verbindung des Handys kaum benötigt werden dürfte.

 

Trotz Kritik: Sony Ericssons bestes Musikhandy

Es ist paradox, aber trotz all der genannten Kritikpunkte ist das W902 Sony Ericssons bislang bestes Musikhandy im OÖN-Test. Das Telefon hält freilich viel mehr bereit als nur die Telefonie- und Musikfunktionen. Wer diese Zugaben zu schätzen weiß, ist beim W902 gut aufgehoben. Wem diese beiden Merkmale eigentlich reichen, der findet auch wesentlich günstigere Modelle. In Sachen Design ist es jedenfalls schwer, das W902 zu überbieten.

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Artikel Von Thomas Widter 28. Januar 2009 - 12:21 Uhr
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