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OÖN-Test: Samsung Omnia

Das Omnia ist Samsungs aktuelles Vorzeigehandy. Das schick aussehende Smartphone erweist sich im Test als softwareseitig überladen und schwer bedienbar.

Bedienung mit dem Zeigefinger

Die Bedienbarkeit mit dem Zeigefinger (oder mit dem Stylus) hat sich Samsungs Omnia auf die Fahnen geschrieben. Anstelle eines Ziffernblocks bietet das ca. 480 Euro teure Handy einen berührungsempfindlichen Bildschirm. Zusätzlich ist unterhalb des Touchscreens ein Sensor angebracht, der (wie bei einem Laptop) als Trackpad funktioniert. Fährt der Anwender mit dem Finger über den Sensor, erscheint ein weißer Mauszeiger, der flink über den 240x400 Pixel großen Bildschirm huscht.

 

Windows Mobile nicht fingerfreundlich

Nicht nur der Mauszeiger verrät es: Das Symbol im linken oberen Eck ist eindeutig ein Windows-Logo. Was an sich nicht schlecht sein muss: Windows Mobile 6.1 Professional ist ein zuverlässiges Betriebssystem. Das Omnia erzeugt aber den Eindruck, dass Samsung in Ermangelung eines eigenen Handy-Systems zu Windows gegriffen hat, ohne dieses in der Tiefe auf das Handy anzupassen. Der Startbildschirm mag hinreichend optimiert worden sein, bereits die Anzeige der Programmübersicht aber ist eine holprig wirkende Sache. Und wenn schließlich der Einführungsassistent abstürzt und sich der Anwender im Dschungel der Systemeinstellungen Orientierung verschaffen muss, hat das mit Anwenderfreundlichkeit nur wenig zu tun.

 

Nur an der Oberfläche modern und verspielt

An der Oberfläche macht das Omnia freilich einen modernen Eindruck. Die vielen kleinen Mini-Programme („Widgets“), sind Apples Mac-Betriebssystem abgeschaut, nur die wenigsten jedoch steigern den faktischen Nutzwert des Handys. Letztlich wirken sie wie eine Kompensation für die Mankos innerhalb der Menüführung. Nur wenige Dinge sind mit dem Finger bedienbar, sehr häufig muss der Anwender den Stylus zücken. Manch einer mag sich vielleicht getäuscht sehen, verspricht die spritzige Oberfläche doch eine so unmittelbare Bedienung, wie sie etwa Apples iPhone bietet. Das ist definitiv nicht der Fall.

 

Die gute Hardware bleibt im Hintergrund

Wegen der aufdringlichen Software wird die üppige Hardware-Ausstattung des Omnia in den Hintergrund gedrängt. WLAN, Bluetooth und 8 Gigabyte Speicher gibt’s wahrlich nicht bei jedem Handy. Wirklich schätzen lernt man diese Vorzüge aber nur mit viel gutem Willen. Schade, gerade wo das Omnia Samsungs bislang am besten verarbeitetes Handy ist.

 

Fazit: Wolf im Schafspelz

Wer sich eingehend mit dem Omnia beschäftigt, legt durchaus viel Potential frei. So ist der Mp3-Player softwareseitig durchaus in Ordnung, die Kamera hat eine hohe Auflösung (5 Megapixel) und der Webbrowser Opera Mobile ist gut. Dennoch bleibt das Omnia ein Wolf im Schafspelz: Die Berühr-Bedienung und der verspielte Look sind nur als Draufgabe zu sehen, im Wesenskern ist das Omnia ein komplexes Smartphone für Windows-Fans.  Der Preis: Mit 8 Gigabyte Speicher ca. 490 Euro.

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Artikel Thomas Widter 28. November 2008 - 14:26 Uhr
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