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OÖN-Test: Nokia „Spiele-Handy“ N85

Mit 15 teils ausgezeichneten Spielen ausgestattet ist Nokias N85. Das mit Navigation ausgestattete Handy zeigt im Test einige Verarbeitungsmängel.

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Bild:

Smartphone mit vielseitiger Hardware

Das N85 ist ein Smartphone, das schon rein hardwareseitig viel zu bieten hat: Das übersichtliche Layout der Bedienfelder, die eingebaute Navigation, der exzellente MP3-Player mit 3,5 Millimeter Klinkenstecker-Ausgang, die Unterstützung von WLAN und Bluetooth 2.0 sowie die 8 Gigabyte große Speicherkarte machen klar, dass Nokia mit dem N85 ein Vorzeigehandy vorlegen möchte. Eine so umfangreiche Ausstattung hat freilich auch ihren Preis: Das N85 kostet ohne Vertrag ca. 480 Euro.

 

Testgerät mit Verarbeitungsmängeln

Leider entdecken wir an unserem OÖN-Testgerät schnell einige Verarbeitungsmängel. Wirklich schwerwiegend ist, dass sich die wichtige viereckige Selektions-Taste auf der Vorderseite des Handys schlecht bedienen lässt: Immer wieder bleibt sie hängen oder kratzt an der sie umgebenden Plastikverkleidung. Wenn der Lautsprecher Töne abgibt, scheppert etwas im Inneren des Telefons leise mit. Der Plastikdeckel auf der Rückseite des Handys wirkt ein wenig locker, macht im Test aber keine Probleme. Nicht mit Schwierigkeiten verbunden: Die USB-Anschlussbuchse ist zugleich auch der Anschluss für das Ladegerät. Für Nokia-Smartphones ist das ungewohnt.

 

Toller MP3-Player mit Spezialtasten

Sehr überzeugend ist der MP3-Player des N85. Nokia hat an der rechten Seitekante des Handys zwei kleine Lautsprecher eingebaut, die Musikstücke in Stereo abspielen. Darüber hinaus sind Spezialtasten an Bord: Das Slider-Handy lässt sich in zwei Richtungen auseinander ziehen. Nach oben gezogen, kommt der Ziffernblock zum Vorschein; nach unten gezogen, präsentiert das Handy vier schön gestaltete Musik-Tasten (Start, Stop, Vor- und Rückwärts). Werden die Musik-Tasten freigelegt, schaltet der Bildschirm automatisch in eine längsseitige Darstellung um. Dieses Kippen des Bildschirms ist auch bei der Navigation und anderen Programmen praktisch. Eine auf Schwerkraft-Sensoren basierende Kippfunktion wie bei Apples iPhone ist nicht eingebaut.

 

Inklusive fünfzehn, ähem, einem Spiel

Als Verkaufsargument für das N85 führt Nokia vor allem die 15 vorinstallierten Spiele an. Diese haben aber einen Haken: Nur ein einziger Aktivierungscode für ein Spiel der Wahl liegt bei. Alle Spiele setzen Nokias „N-Gage“ Software voraus, die auch für zahlreiche andere Nokia-Handys zur Verfügung steht. Wir testen einige der Spiele an: „System Rush Evolution“, ein Weltraum-Hochgeschwindigkeits-Rennspiel, gefällt uns gut; „Creatures Of The Deep“, ein Angler-Simulator, ist eher langweilig. Mit seinen kurzen Ladezeiten fällt auch das Rennauto-Spiel „Asphalt Street Rules 3“ positiv auf. Dank des hellen Displays mit seinen leuchtenden Farben und des ausreichend leistungsfähigen Handy-Prozessors laufen die Spiele auf dem N85 anstandslos.

 

Zielgruppe: Erwachsene, nicht Teenager

Die Spiele machen aber nicht vergessen, dass das N85 ein ausgewachsenes Smartphone ist. Nicht zuletzt der hohe Preis (480 Euro) zeigt auf, dass die tatsächliche Zielgruppe des Handys nicht spielwütige Teenager, sondern Erwachsene mit einem Hang zu Gelegenheitsspielen ist. Das Handy ist sehr vielseitig: Der Musik-Player und die Navigation wollen nicht ungenutzt bleiben, der Speicherplatz (8 Gigabyte) will befüllt werden. Auch die sehr gute 5-Megapixel-Kamera (Carl Zeiss Linse) möchte vom Besitzer gewürdigt werden.

 

Fazit: Bedienkonzept und Ausstattung überzeugen

Das Fazit: Hätte unser Testgerät nicht die genannten Verarbeitungsmängel, könnten wir für das N85 vor allem dank seines guten Bedienkonzepts und seiner qualitätsvollen Ausstattung eine Empfehlung aussprechen: Es ist ein anständiges, wenn auch etwas verspieltes  Smartphone.

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Artikel Thomas Widter 19. Dezember 2008 - 14:33 Uhr
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