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OÖN-Test: Nike plus iPod & Samsung miCoach

Wer etwas für seine Fitness tun will, lässt sich von moderner Technik anspornen. Musik und Internetanbindung tragen zu hohem Spaßfaktor bei.

Der Frühherbst ist die beste Jahreszeit, um die eigene Fitness auf Vordermann zu bringen. Laufen, fast wie von selbst: Dies verspricht die Fitness-Technik von Apple, Samsung und Nintendo.

 

Als besonders einfache Lösung für Jogger erweist sich im OÖN-Test Nike plus iPod: Schuhe anziehen, Musik einschalten, loslaufen. Der Schrittzähler im linken Schuh sendet die Daten per Funk an den iPod Nano. Apples iTunes Software wertet die Laufdaten auf einer Webseite aus. Online kann der Jogger mit Google Maps eigene Strecken erstellen.

Die Sprachausgabe während des Laufens ist leider nur auf Englisch. Die Webseite verweigert im Test die Darstellung unter Firefox. Nach 1000 Stunden muss ein neuer Schrittzähler gekauft werden: Die Batterie ist nicht tauschbar. Da Nike-Schuhe (ca. 100 €) verwendet werden müssen, kostet das komplette Paket ca. 260 €.

 

Handy mit Fitnesstrainer

 

Samsungs Handy miCoach (ca. 210 €) wurde gemeinsam mit Adidas entwickelt. Schrittzähler und Brustgurt sind bereits im Lieferumfang enthalten. Der Jogger hat freie Wahl bei den Laufschuhen. Wer dennoch zu Adidas greifen möchte, findet etwa im Modell Supernova Control (ca. 120 €) einen echten Trainingsschuh.

Das Handy spielt Mp3-Musik ab und spricht mit dem Jogger auch auf Deutsch. Die Daten werden per PC-Software (nur für Windows) ausgelesen und an eine Webseite geschickt. Die Web-Auswertung ist dank der Herzfrequenzmessung viel differenzierter als bei Nike.

Die Ohrhörer benötigen ein umständliches Verbindungskabel. Der Brustgurt ist etwas zu professionell, um spaßig (Umschnallen) oder süchtig machend zu sein. Wer dran bleibt, sollte dennoch Erfolg haben.

 

Arbeitsmüde Fitness-Muffel sind nur schwer aus dem Haus zu bringen. Hier springt Nintendos Wii Fit (340 € inkl. Konsole) ein. Der virtuelle Fitness-Trainer soll den Übenden auch längerfristig am Ball halten. Im OÖN-Test verfliegt der anfangs hohe Spaßfaktor recht schnell. Zu leicht ist es, schon nach wenigen Übungen auf ein „echtes“ Spiel umzusteigen. Auch die Natur fehlt: Wohnzimmerluft macht nicht fitnesssüchtig. (tw)

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Artikel 11. November 2008 - 14:15 Uhr
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