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OÖN-Test: Netbook von Acer um 300 Euro

Wie viel Notebook bekommt der Kunde für 300 Euro? Im OÖN-Test zeigt das stabil verarbeitete Netbook Aspire One 110 Schwächen bei der Software.

Der erste Eindruck von Acers Netbook Aspire One 110L ist durchwegs positiv. Der Mini-Laptop ist gut verarbeitet und weist alle wichtigen Anschlüsse auf (3x USB, Mikrofon, Kopfhörer, VGA Out, LAN-Kabel, Speicherkarten). Oberhalb des Displays befinden sich eine Kamera und ein Mikrofon. Nicht sichtbar, aber eingebaut ist ein WLAN-Modul (für Funknetze).

 

Aktueller Intel-Prozessor, 8 GB Festplatte

Im Inneren des kaum ein Kilogramm schweren Geräts steckt ein Atom-Prozessor von Intel (1,6 GHz mit 533 MHz Frontsidebus). Die installierten 512 MB RAM reichen in der Praxis aus. Echte Power-User, die mehrere Programme gleichzeitig verwenden wollen, greifen aber besser zu einem „richtigen“ Laptop, sei dieser von normaler Größe oder ein leistungsfähiges Subnotebook. Die „Festplatte“ besteht tatsächlich aus 8 GB Flash-Speicher.

 

8,9 Zoll großes Hochglanz-Display

Das 8,9 Zoll große Hochglanz-Display sieht edel aus, könnte aber manche Anwender stören, da Lichtquellen im Hintergrund deutlich sichtbar sind. Ein kleiner Lüfter auf der linken Seite befördert die heiße Luft aus dem Laptop. Im Akkubetrieb wird die Helligkeit auf ein zu niedriges Niveau gedimmt, was sich nicht ändern lässt (s.u.).

 

Wackelpartie: Schlechter Stand

Beim Arbeiten mit dem Netbook stellen wir fest, dass es nicht stabil steht. Insbesondere das Tippen gerät zu einer Wackelpartie, die sich nur dadurch unterbinden lässt, dass wir unter das rechte hintere Laptop-Eck einige Blätter Papier stecken. Schade, denn an sich ist die Tastatur durchaus brauchbar.

 

Gerät merkt sich Einstellungen nicht

Schnell stellt sich heraus, dass die meisten Schwächen des 300-Euro-Geräts im Bereich der Software liegen. Linux Lite mag zum günstigen Preis des Netbooks beitragen, lässt in der Praxis aber viele Wünsche offen. Besonders Perfektionisten werden nicht glücklich sein, da der Teufel wie meist im Detail liegt: So lässt sich etwa die Energie-Verwaltung nicht umstellen, der Laptop merkt sich schlicht die Stromspar-Einstellungen nicht. Wer für den Akku-Betrieb die volle Bildschirmhelligkeit einstellen möchte, hat das Nachsehen. Ähnlich ist es beim Trackpad, bei dem eine sehr hohe Geschwindigkeit eingestellt ist. Die Systemsteuerung vermag daran nichts zu ändern.

 

Mobiles Büro dank OpenOffice

Kritik dieser Art lässt sich entgegenhalten, dass eben doch vieles „irgendwie“ funktioniert. Dank OpenOffice ist das Netbook bei Reisen tatsächlich ein mobiles Mini-Büro. Auch die Internet-Kompetenz des Geräts ist hoch: Softwareseitig sind ein Webbrowser, ein Messenger-Programm, ein Email-Client und ein RSS-Reader installiert. Leider ist der Webbrowser veraltert (Firefox in Version 2.0.0.14), Updates lassen sich keine installieren. Die mitgelieferten Spiele wären eine nette Draufgabe, laufen aber nicht stabil. Die Hilfe-Funktion funktioniert erst gar nicht und gibt lediglich eine Fehlermeldung aus.

 

Unklare Zielgruppe

Es ist schwierig, eine klare Zielgruppe für das Gerät auszumachen, denn Anwender, die nur selten mit Computern arbeiten und deshalb nach einem günstigen Gerät suchen, sind auf die einfache Bedienbarkeit angewiesen. Acers Netbook bietet diese aber nur an der Oberfläche.

Reisende, die sich ein mobiles Zweitgerät wünschen, werden die Möglichkeit vermissen, UMTS-Internet zu nutzen: Linux Lite unterstützt die USB-Modems der heimischen Mobilfunker nicht. (tw)

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Artikel 10. November 2008 - 14:26 Uhr
Video

Videoblog: Netbook von Acer

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