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OÖN-Test: „Militär“-Handy Samsung B2700

Das B2700 trotzt allen Widrigkeiten: Erschütterungen, Spritzwasser und Staub können dem gelungenen Outdoor-Handy nichts anhaben.

b2700 1

Bild:

„You’re in the army now“ („Willkommen in der Armee“) – das B2700 hat durchaus Ähnlichkeiten mit einem Schweizer Offiziersmesser. Das Handy macht einen fast unverwüstlichen Eindruck und ist laut Hersteller Samsung gegen Spritzwasser und Staub geschützt. Das Gehäuse besteht aus dickem, gummiertem Plastik, das auch gegen mittelschwere Erschütterungen immun sein sollte. Für all jene, die ihr Handy oft versehentlich fallen lassen, könnte das ca. 160 Euro teure B2700 eine interessante Lösung sein.

 

Gute Ausstattung, mit Köpfchen konstruiert

Das schwarz-graue Gehäuse beherbergt zunächst die die übliche Telefon-Hardware. Bei der Konstruktion hat Samsung stets darauf geachtet, belastbare Komponenten zu verwenden. So ist die Abdeckung des 1,9 Zoll großen Displays (anstelle von Glas) aus bruchsicher wirkendem Plastik. Die Kamera auf der Handy-Rückseite wurde an einer gut geschützten Stelle positioniert. Die Tasten lassen sich gut nutzen, auch wenn es sich um Spezialanfertigungen handelt (Spritzwasser). Die zusätzliche Kamera oberhalb des Bildschirms und Bluetooth 2.0 runden die Basis-Austattung ab.

 

Zusätze: Taschenlampe, Kompass, Schrittzähler

Ungewöhnliche Zugaben sind die eingebaute Taschenlampe, die sich auch dann einschalten nehmen lässt, wenn das Handy im Standby-Modus ist: Bravo, hier hat jemand mitgedacht. Auch ein Kompass ist eingebaut, im OÖN-Test funktioniert er anstandslos. Der ebenfalls passable Schrittzähler, der auch die Kalorien berechnet, ist wohl weniger für Militär-Fans als für Sportskanonen gedacht. Bei internationalen „Militär-Einsätzen“ praktisch sind die Umrechnungsprogramme für Temperatur-, Gewicht- und Längenangaben sowie für Währungen.

 

Übersichtlich: Mail und SMS, MP3-Player

Unterwegs ebenfalls praktisch ist die exzellente Umsetzung des SMS- und E-Mail-Programms: Es ist übersichtlich und reagiert flott, ganz wie auch das Handy-Menü eines der schnellsten ist. Ein Webbrowser ist auch an Bord, mehr noch als dieser überzeugt im Test aber der MP3-Player. Dieser stellt eine umfangreiche Musik-Unterstützung bereit, was man von einem Outdoor-Handy nicht erwarten würde. Die Songs werden übersichtlich nach Interpreten und Alben aufgelistet, fast wie bei einem iPod. Leider sind nur die mitgelieferten Ohrhörer kompatibel, ein 3,5 Millimeter Klinkenstecker-Ausgang fehlt ebenso wie eine Speicherkarte (ein Slot ist vorhanden). Auf den nur 30 Megabyte großen internen Speicher passen gerade einmal eine handvoll Songs.

 

Fazit: Ein gelungenes Outdoor-Handy

Ganz perfekt ist auch das B2700 nicht. Die Bedienung der Kamera ist nicht optimal, weil die Bildschirmdarstellung und das tatsächlich erstellte Foto nicht übereinstimmen. Ob ein eigener Programmeintrag für „Google“ (für Suche und E-Mail) wirklich nötig ist, dürfte Ansichtssache sein: Es öffnet sich dann nämlich lediglich der Browser, weshalb es zwei Lesezeichen auch getan hätten. Dennoch ist das B2700 ein Vorzeigehandy, wenn es darum geht, ein Konzept („Outdoor-Handy“) konsequent und qualitätsvoll umzusetzen.

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Artikel Thomas Widter 18. Dezember 2008 - 12:56 Uhr
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