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OÖN-Test: Die originellsten Mäuse

Mäuse sind nicht nur unverzichtbare Eingabegeräte: Wir haben die originellsten, ungewöhnlichsten und besten Exemplare der Gattung versammelt.

Auch wenn wir hier gezielt die originellsten Computermäuse versammelt haben, sind sie dennoch nur schwer miteinander vergleichbar. Beurteilungen beziehen sich deshalb stets nur auf die jeweilige Maus selbst und stehen nicht in Relation zu anderen Mäusen im Testfeld. Die Frage lautet stets, als wie „stimmig“ eine Maus im OÖN-Test erscheint. Geht das Konzept auf? Mäuse, die eine Wertung ab 85 % aufweisen, dürften als empfehlenswert gelten.

 

Eingangs wollen wir dennoch die (unterschiedlichen) Mäuse mit besonders guter Wertung anführen:

95 % - Razer DeathAdder

90 % - Logitech MX Revolution, Razer Mac-Maus v.1.6, Razer Lachesis

85 % - Microsoft Natural Wireless Laser Mouse, Logitech MX Air, Speed Link Presenter PC Wireless Mouse, Microsoft Sidewinder Mouse.

 

 

 

 

Logitech MX Air

Preis: ca. 105 €

Wertung: 85 %

Die kabellose Maus hat eindeutig das am meisten futuristische Aussehen aller unserer Testkandidaten. Sie ist aus schwarz-glänzendem Plastik und silbernem Metall gefertigt und hat die Form eines Tropfens: Oben sehr spitz und flach, im Handbereich elegant bauchig. Die MX Air hat zwar mehrere Funktionstasten, etwa zum Verändern der Lautstärke und zum Starten der Wiedergabe von mp3-Musik (etwa iTunes) oder Filmen. Auch eine „Zurück“-Taste ist vorhanden, mit der Webbrowser zur vorhergehenden Webseite springen. Die Beschriftung der Tasten ist versteckt: Eine dunkelorange Tastenbeleuchtung scheint immer dann auf, wenn die Maus bewegt wird. Anstatt des Scrollrads hat die Maus ein berührungsempfindliches Tastenpaar, das die Funktionsweise eines Rads perfekt simuliert. Der Anwender kann das imaginäre Scrollrad sogar „laufen lassen“ – die Maus erzeugt ein leises Geräusch dazu.

Ein weiteres Novum ist die Art und Weise, wie sich die Maus für Präsentationen eignet: Alle Bedienelemente einschließlich des Mauszeigers lassen sich auch in der Luft verwenden (daher der Name der Maus). Wer bereits einmal Nintendos Spielkonsole Wii bedient hat, ist mit der eingesetzten Technik bereits vertraut. Im Test haben wir mit der erstaunlichen Luft-Bedienung keine Schwierigkeiten, auch wenn sie gewöhnungsbedürftig ist und nicht allzu viel Bediengenauigkeit bietet. Positiv fällt auf, dass all die erwähnten Funktionen unter Windows XP auch ohne weitere Software-Installation bereit stehen. Auch der eingebaute Akku und das gute Ladegerät sind ein Bonus. Negativ ist zu verbuchen, dass das Anleitungs-Faltblatt ein wenig chaotisch wirkt, weil es zu viele Sprachen auf einmal einbindet. Der einzige echte Kritikpunkt an der MX Air ist, dass die linke und rechte Maustaste etwas schwergängig sind. Das „Klick“ sollte spritziger sein als es ist – mitunter verschluckt die Maus eine Eingabe.

 

Logitech MX Revolution

Preis: ca. 66 €

Wertung: 90 %

Die nur für Rechtshändler geeignete Funkmaus zeichnet sich durch ein etwas ausladendes, zugleich aber stilvolles Äußeres. Sie liegt gut in der Hand und bietet eine stabile Führung des Mauszeigers. Anders als ihre Kollegin MX Air benötigt die MX Revolution auch unter XP für einige Kernfunktionen Logitechs Maus-Software: Im Daumenbereich befindet sich ein metallenes Rad, mit dem zwischen offenen Fenstern hin- und her gewechselt werden kann. Oben auf der MX Revolution befindet sich unter dem regulären Scrollrad eine Spezialtaste, die nach markierten Textstellen im Internet suchen lässt. Im OÖN-Test laufen die Zusatzfunktionen ohne Probleme. Der Wechsel zwischen offenen Fenstern könnte lediglich etwas hübscher gestaltet sein.

Die Maus bringt durch die Metallteile bei den Scrollrädern und das stabile Design ein ziemliches Gewicht auf die Waage. Wer leichtfüßige Mäuse vorzieht, wird nicht glücklich sein. Der Bedienqualität tut das Gewicht aber keinen Abbruch. Ob die MX Revolution wirklich die „fortschrittlichste Maus der Welt“ ist, wie Logitech meint? Wir würden sie eher als praktisches Utensil im Trend der Zeit (Gleichzeitigkeit vieler Prozesse, Internetsuche) ansehen. Hier punktet die Maus tatsächlich. Umweltbewusste werden sich über den eingebauten Akku und das Ladegerät freuen.

 

Logitech Cordless TrackMan Optical

Preis: ca. 60 €

Wertung: 80 %

Eigentlich keine echte Maus, sondern ein Trackball ist Logitechs kabelloser optischer „TrackMan“. Der erste Eindruck ist widersprüchlich: Zunächst ist der Komfortgewinn durch eine kabellose Ausführung bei einem Trackball eher gering. Beim vorliegenden Gerät kommt noch erschwerend hinzu, dass es nicht mit Akkus, sondern mit zwei Duracell-Batterien (AA) und einem voluminösen Funkadapter geliefert wird. Umwelt und Bedienkomfort ist das wenig zuträglich. Der Trackball und der USB-Adapter müssen gepaart werden, um einander zu erkennen. Anfangs rührt sich nichts. Bei den Mäusen von Logitech und Microsoft ist eine solche Abstimmung nicht notwendig.

Der rote Trackball selbst ist anfangs etwas schwergängig, mit der Zeit „läuft“ er sich ein. Die Bedienung mittels Ball gefällt uns an sich sehr gut. Zudem sind die wichtigsten Bedienelemente tadellos umgesetzt: Die linke und die rechte Taste sind genau dort, wo man sie erwarten würde (linke Taste beim Daumen, rechte beim Ringfinger). Zum Scrollrad gelangt man mit dem Zeigefinger. Die (Daumen-)Tasten fürs vor- und rückwärtige Blättern im Webbrowser sind praktisch. Unsinnig sind hingeben die die zusätzlichen Scrolltasten und die Markierungstaste: Das lässt sich auf „klassischem“ Wege gut genug bewerkstelligen, zudem machen drei Tasten mehr den Trackball nicht schöner. Unser Fazit: Logitechs Trackbälle sind generell von hoher Qualität – wir würden aber eher zum Kauf eines kabelgebundenen Modells mit weniger Tasten raten.

 

Microsoft Natural Wireless Laser Mouse 6000

Preis: ca. 62 €

Wertung: 85 %

Etwas eigentümlich sieht sie aus, die „natürliche“ Funkmaus von Microsoft: Kugelrund, sehr hoch und trotz des reduzierten Funktionsaufgebots recht voluminös und schwer. Dennoch erweist sie sich als sehr angenehm in der Bedienung. Auf kaum einer Maus im Test kommt die rechte Hand so gut zur Ruhe wie bei dieser. Die Konstruktion ist ganz auf Ergonomie ausgerichtet. Leider wurde „vergessen“, den optischen Sensor an der besten Stelle zu platzieren: Dieser sitzt nicht in der oberen Mitte der Maus, sondern rechts außen. Wer es gewohnt ist, für besonders feine Eingriffe nur die Oberseite der Maus zu bewegen, wird sich mit dieser Maus umgewöhnen müssen. Das Scrollrad ist sehr schwergängig, was aber Geschmackssache ist; auf alle Fälle passt es gut zur Maus. Darüber hinaus gibt es noch Tasten für Vorwärts und Rückwärts im Webbrowser.

Schade und ganz „widernatürlich“ ist die Verwendung von Batterien statt eines Akkus. Freilich eignen sich auch wiederaufladbare Batterien – Microsoft hätte hier aber den ersten Schritt machen können. Weiters gibt es keinen Grund, warum der mit USB-Kabel versehene Funkempfänger so groß sein muss. Er beansprucht eindeutig mehr Platz weg als nötig. Wer eine ruhige, ausgeglichene Natur hat, wird diese stilvolle Maus wohl trotzdem schätzen (und aufladbare Batterien zukaufen).

 

Microsoft Wireless Notebook Presenter Mouse 8000

Preis: ca. 70 €

Wertung: 70 %

Ihr Name lässt die Zielsetzung dieser Maus bereits erkennen: Die zusätzlichen Tasten auf der Rückseite der Maus dienen der Steuerung von „Multimediaanwendungen“, wie Microsoft angibt. Um welche Anwendungsgebiete es sich dabei handeln soll, sagt der Hersteller nicht. Nur dass die Maus mit Powerpoint zusammen arbeitet, steht auf der Packung. Das mehrsprachige Anleitungsheft hilft uns ebenfalls nicht weiter: Dieses dient eher der rechtlichen Absicherung Microsofts („Werfen Sie Batterien nicht ins Feuer“) als der Erhellung des Anwenders. Als wir die Software installieren, bekommen wir eine Meldung, wir müssten die gerade installierte Software durch den Besuch einer Webseite aktualisieren, sofern wir weitere Bluetooth-Geräte steuern wollen. Eine Erklärung oder einen direkten Link ins Internet gibt es nicht. Die installierte Software löst weiteres Kopf-Kratzen aus. Durchschnittsanwendern ist diese Maus nicht zumutbar.

Die Hardware wäre an sich okay, wenn auch nicht großartig. Die batteriebetriebene Maus (AAA-Zellen) hat den Vorzug, einen leuchtstarken Laserpointer eingebaut zu haben. Nicht alle Tasten sind leichtgängig genug. Mittels einer Umschalt-Taste unterhalb des Scrollrads wechselt man zwischen normalem und dem Präsentationsmodus (der nicht erklärt wird). Das Konzept geht nur teilweise auf, weil bei Nutzung des rückseitigen Bedienfelds die mitgedrückten (funktionslos gewordenen) Tasten auf der Vorderseite ein schwammiges Bediengefühl erzeugen. Maus wie USB-Empfänger sind klein und kompakt, überzeugen uns letztlich dennoch nicht.

 

Speed Link Presenter PC Wireless Mouse

Preis: ca. 50 €

Wertung: 85 %

Neben Microsoft hat auch Speed Link eine Maus mit Laserpointer und Spezialtasten für Präsentationen im Programm. Im Gegensatz zu Microsoft liefert Speed Link keinerlei Treibersoftware mit. Das muss kein Nachteil sein: Je weniger Treiber installiert sind, desto geringer die Chance, dass es zu Software-Konflikten kommt. Nur funktionieren muss die Maus: Als wir die Maus erstmals in Betrieb nehmen wollen, geht gar nichts. Grund ist, dass die Akkus nicht ausreichend geladen sind. Eine Ladestandsanzeige gibt es nicht; die LEDs leuchten auch bei schwacher Akku-Ladung gleich hell. Das praktische USB-Ladekabel und ein paar Stunden Geduld ändern die Situation: Die Maus funktioniert von da an problemlos, auch der Laserpointer und die zusätzlichen Präsentationstasten verrichten ihre Arbeit ausgezeichnet.

Das Anleitungsheft ist dünn, aber ausreichend. Die wichtige Tastenbelegung ist anschaulich erklärt. Hinsichtlich der Betriebssysteme gibt es nur wenige, aber ausreichende Hinweise: Die Präsentationstasten, die sich unter einer ausziehbaren Plastikabdeckung befinden, funktionieren unter Mac OS X (bis inkl. Leopard) nur teilweise. Unter Windows klappt mit PowerPoint alles so, wie es soll. Auch aus mehreren Metern Entfernung haben wir mit der Zuverlässigkeit keine Probleme. Wer des Öfteren mit Präsentationen arbeitet, findet in dieser Maus einen griffigen Partner.

 

Speed Link VoIP Mouse

Preis: ca. 50 €

Wertung: 75 %

„Was, das ist auch eine Maus“ meint eine Kollegin, als wir Speed Links „VoIP Mouse“ auspacken. Neben der normalen Mausfunktion ist ein Skype-kompatibles Telefon eingebaut. Der Bauch der Maus ist aufklappbar und gibt den Blick auf ein schwarz-weißes Display und einen Ziffernblock frei. Zudem sind ein (Telefon-)Lautsprecher und ein Mikrofon eingebaut. Die Verarbeitung der Maus ist nur von mäßiger Qualität: Einer der Gleitfüße hält nicht gerade sonderlich gut. Die Telefon-Funktionen machen einen besseren Eindruck als die grundsätzlichen Mausfunktionen.

Wir versuchen zuerst, die Telefon-Maus ohne dezidierte Software-Installion mit Skype zu nutzen. Grundsätzlich klappt das, nur das Wählen mit der Maus geht nicht. Wir installieren daraufhin die Maus-Software. Die Anzeige und der Ziffernblock arbeiten nun wie vorgesehen, nur die Audioqualität ist nicht mehr gleich gut wie zuvor. Ob das an Skype oder an der nun installierten Treibersoftware liegt, ist schwer zu sagen. Ein Update der Treibersoftware finden wir auf Speed Links Webseite nicht. Bei einem weiteren Versuch auf einem anderen Rechner klappt auf einmal alles, nur das Wählen ist etwas schwerfällig. Die Maus registriert nicht jeden Tastendruck. Unsere Empfehlung lautet deshalb: Wer mit der VoIP-Maus liebäugelt, sollte sie bei einem Händler kaufen, der im Bedarfsfall einen Umtausch ohne Probleme ermöglicht. Es ist sinnvoll, die VoIP Maus mit dem eigenen Rechner auszuprobieren.

 

Microsoft Sidewinder Mouse

Preis: ca. 60 €

Wertung: 85 %

Diese Maus ist speziell für Spieler gedacht: Wer sonst braucht Merkmale wie austauschbare Gleit-Füße, eine manuell einstellbare Gewichtsanpassung oder eine umschaltbare Auflösung? Manche „Gamer“ sollten an diesen Zusätzen ihre helle Freude haben. Seitlich an der Maus befindet sich eine ausziehbare Lade, die mit Gewichten zu 5 und 10 Gramm bestückt werden kann. Bis zu 30 Gramm sind möglich - zusätzlich zum Gewicht der Maus selbst. Microsoft liefert die Gewichte in einer schweren Metallbox aus, die auch die zwei zusätzlichen Garnituren Maus-Füße enthält. Die Box dient weiters dazu, die Maus am Kabel zu fixieren.

Die Maus hat drei Schalter, mit denen die Auflösung geändert werden kann (2000, 800, 400 DPI). Für Nicht-Gamer sei angemerkt, dass sich die Auflösung auf die „Geschwindigkeit“ der Bewegungen auswirkt. Die Spezialtaste, mit der sich Spielfiguren z.B. im Kreis drehen können (um sich einen Überblick zu verschaffen), erfordert die Installation der Maus-Software. Eine umfangreiche Anleitung liegt nicht bei. Warum auf der Packung der Kabel-Maus groß abgedruckt ist, die Maus verfüge über eine „bis zu zweimal längere Batterielebensdauer“, ist uns ein Rätsel (die Maus verwendet keine Batterien). Für mache Gamer ist Microsofts Konzept wohl eine Offenbarung. Wer die Gewichtsanpassung nicht möchte, ist bei den Mäusen von Razer besser aufgehoben.

 

Razer Lachesis

Preis: ca. 65 €

Wertung: 90 %

Mit sagenhaften 4000 DPI Auflösung und einem Sensor der „dritten Generation“ versucht Razers neueste Schöpfung, die perfekte Gaming-Maus abzugeben. Die Tasten sind beinahe rutschfest, die Gleitfüße enthalten (wie auch Microsofts Sidewinder Mouse) Teflon. Im Gegensatz zu Microsofts Gaming-Maus ist die Lachesis recht leicht. Dennoch hat der Anwender ein ausgezeichnetes Bediengefühl: Der Mauszeiger bewegt sich so zuverlässig über den Bildschirm, dass der Eindruck entstehen könnte, er sei verwachsen mit den eigenen Bewegungen. Die Maus verwendet laut Hersteller einen 16 Bit-Datenpfad und schaltet sich niemals aus. Die Ansprechzeit ist mit einer Millisekunde (Herstellerangabe) sensationell niedrig.

Die Zusatztasten (6 Stück) funktionieren nur mit der Treibersoftware. Nicht alle Razer-Mäuse sind für Links- und Rechtshändler geeignet. Die Lachesis ist aber sehr wohl eine „universelle“ Maus (L & R) und im Test so unproblematisch wie hochqualitativ. Auch die Anleitung ist ausführlich und ansprechend gestaltet. Man sollte jedoch des Englischen mächtig sein. Dringend anzuraten ist ein Preisvergleich vor dem Kauf: Die Preis ranken von unter 60 bis hin zu knapp 80 Euro.

 

Razer DeathAdder

Preis: ca. 45 €

Wertung: 95 %

Der etwas eigentümliche Name dieses Präzisionsgeräts erklärt sich darüber, dass der Hersteller seine Mäuse nach Giftschlangen benennt: Die Todesotter gilt als besonders gefährliche Vertreterin ihrer Gattung. Die Maus hingegen erweist sich im Test als völlig ungefährlich – und sehr angenehm zu bedienen. Wer Linkshändler ist, hat zwar das Nachsehen. Rechtshändler profitieren dafür von einer exzellent geformten Maus. Die zwei zusätzlichen, gut platzierten Tasten machen die Maus für Durchschnittanwender einfacher zu bedienen als die Lachesis aus gleichem Haus.

Im OÖN-Test haben wir mit dem Treiber Probleme: Um auf dem aktuellen Stand zu sein, laden wir zunächst die neueste Treiberversion auf dem Internet. Die Installationsroutine findet jedoch eine benötigte Datei nicht. Von der CD lässt sich die Software ohne Probleme installieren. Danach klappt dann auch ein Update. Razer-typisch weiß die ausführliche und schön designte Anleitung zu gefallen. Leider ist sie nur auf Englisch. Auch wenn die DeathAdder nicht das aktuelle Topmodell des Herstellers ist, würden wir sie etwa der Lachesis aus gleichem Hause vorziehen, vor allem wegen der gut platzierten Tasten. Das Preis-Leistungsverhältnis ist ebenfalls sehr gut. Ein Preisvergleich ist anzuraten.

 

Apple Maus

Preis: ca. 50 €

Wertung: 70 %

Apple umgibt seine Produkte gerne mit einer „Aura“ des Besonderen. Die hauseigene Maus soll mit innovativen Bedienelementen punkten. So findet der Anwender anstatt eines Scrollrads einen kleinen Ball: Unter Mac OS X wird es so möglich, seitwärts zu scrollen. Unter Windows klappt nur das traditionelle Auf- und Abwärtsscrollen. Rein mechanisch hat Apples Maus eine einzige (linke) Taste. Rechtsklicks erkennt sie durch einen zusätzlichen Berührungssensor. Wer die Maus seitlich „zusammendrückt“, löst unter Mac OS X einen weiteren Klick aus (Zusatztaste).

Konzeptionell ist Apples Maus eine tolle Sache. Im Test treffen wir aber einige Probleme an. Die Auflösung der Maus ist im Vergleich zur Konkurrenz auffallend niedrig, zudem ist der schnelle Abrieb der Gleitfläche ein Problem. Auf billigen Mauspads oder am Tisch selbst springt der Mauspfeil überraschend oft unvermittelt über den Bildschirm. Wir empfehlen Mac-Anwendern deshalb, einmal Razers Maus Pro v.1.6 auszuprobieren. Diese ist qualitativ um einiges besser, nur eben ohne Scrollball.

 

Razer Mac-Maus Pro v.1.6

Preis: ca. 40 €

Wertung: 90 %

Razers Pro-Linie ist für Mac- und PC-Anwender gleichermaßen gedacht. Besonders Mac-User, die sich über das Springen und die niedrige Auflösung der Mac-Maus ärgern, finden in Razers weiß-blau-grauem Maus-Modell einen zuverlässigen Partner. Die technischen Werte liegen zwar (knapp) unter denen der Deathadder aus gleichem Hause. Dennoch sind sie für Durchschnittsanwender mehr als ausreichend (1600 dpi, 6400 fps, 16-Bit Datenpfad, immer eingeschaltet). Seitlich hat die Maus sieben Zusatztasten. Wer diese nicht braucht, kann sie ausschalten – sie stören dann nicht.

Der Mac-Treiber ist funktional in Ordnung, nur leider nicht auf dem neuesten Stand: Aktuelle Mac-Tastaturen weisen 15 Funktionstasten (F1 bis F15) auf. Der Maus-Treiber kennt jedoch nur 12 Tasten. Da sich die Maustasten auf Wunsch entsprechend den Funktionstasten der Tastatur verhalten, ist dies ein kleines Manko. Das ansprechende und ausführliche Anleitungsheft wäre absolut vorbildlich, wenn es auf Deutsch geschrieben wäre. Im OÖN-Test erweist sich die Pro v.1.6 als ein mehr als würdiger Ersatz für die Maus von Apple. (tw)

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Artikel 10. November 2008 - 13:29 Uhr
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