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OÖN-Test: Cowon D2

Kompliziert geht es zu bei Cowons „Alleskönner“ D2. Prinzipiell kommt der ca. 160 Euro teure Player (8-GB-Modell) mit vielen Medientypen zurecht. Als problematisch erweist sich im Verlauf des OÖN-Tests jedoch die Bedienung.

cowon d2

Bild:

Ein Alleskönner mit Touchscreen

Kompliziert geht es zu bei Cowons „Alleskönner“ D2. Prinzipiell kommt der ca. 160 Euro teure Player (8-GB-Modell) mit vielen Medientypen zurecht: Neben Musik spielt er auch Videos ab, bietet ein eingebautes Radio samt Aufnahmefunktion und stellt Fotos sowie Texte dar. Zusätzlich ist ein Diktiergerät an Bord. Als problematisch erweist sich im Verlauf des OÖN-Tests jedoch die Bedienung.

 

Komplizierte Bedienung: Stylus

Normalerweise weckt ein Player mit Touchscreen die Erwartungshaltung, dass das Gerät besonders einfach zu bedienen ist. Im Falle des D2 trifft das aber nicht zu. Nicht ohne Grund legt Cowon dem D2 einen dreieckigen Mini-Stylus bei: Manche Bedienelemente sind derart klein geraten, dass entweder Zwergenhände oder eben der Stylus nötig sind. Neben Mittelklasse-Ohrhörern liegen dem Player ein USB-Kabel, eine Installations-CD und ein Ladegerät bei. Letzteres ist selten und sehr zu begrüßen.

 

Ein ungeduldiger Player (Abschaltautomatik)

An der Hardware selbst haben wir nichts auszusetzen, es ist die komplizierte Software, mit der wir im Testverlauf immer wieder zu kämpfen haben. Der Player schaltet sich nach einer Minute Inaktivität selbstständig aus, was zwar Strom spart, aber auch schnell lästig wird. Eine Systemeinstellung, bei der die Abschaltautomatik verzögert werden könnte, suchen wir vergeblich. Die Menüführung wurde nur teilweise ins Deutsche übersetzt. Das Menü der Mp3-Player-Sektion etwa ist ganz in Englisch gehalten.

 

Menüführung teilweise unberechenbar

Bei der Musik-Funktion verwirrt das Menü weiterhin. Manchmal sind die Titel korrekt nach der Nummerierung der Mp3-Tags geordnet, der Grund für die Abweichungen bleibt unklar. Die Menüführung merkt sich das zuletzt angesteuerte Navigationsziel nicht, weshalb der Anwender immer wieder neu das Album seiner Wahl suchen muss, wenn nicht sofort den Song wechselt. Die Klangregelung heißt „Jet Effect“ und ist ungeheuer komplex: Ganze sieben Klangverbesserungseinstellungen (EQ, „BBE“, „Mach3Bass“, 3D Surround, Stereo Enhancer, „MP Enhance“, Panorama) werden geboten. Wirklich erklärt werden nur die wenigsten, auch das pdf-Handbuch verschweigt die Details.

 

Sehr gut: Diktiergerät, Fotoalbum

Das Radio funktioniert ohne Probleme, auch die Aufnahmefunktion klappt sehr gut – abgesehen davon, dass die Aufnahmen nur schwer zu finden sind (Menüführung). Komischer Weise lässt sich das Radio nicht ausschalten, erst das Aktivieren der Mp3-Funktionen stoppt den Empfang. Wirklich klasse ist das Diktiergerät, das eingebaute Mikrofon liefert die bislang besten Ergebnisse, die wir bei aufnahmefähigen Playern bisher hatten. Bei Fotos zeigt sich der Player ebenfalls von seiner starken Seite. Um Videos auf den D2 zu bekommen, ist der Einsatz der beiliegenden PC-Software erforderlich (Konvertierung).

 

Fazit: Für Detailverliebte empfehlenswert

Cowon bietet für den D2 Firmware-Updates an, die mitunter kleine Verbesserungen in der Bedienung bedeuten. Wir aktualisieren den Player, stellen aber keine Änderungen fest. Empfehlen können wir die Update-Prozedur nur eingefleischten Technik-Fans, da es eine komplizierte und nervenaufreibende Geschichte ist. Insgesamt bietet Cowons Player viele Funktionen, die aber eine lange Einarbeitungszeit erfordern. Eine „intuitive“ Bedienung sieht anders aus. Trotzdem könnten detailverliebte Musikfans die vielen Einstellungsmöglichkeiten schätzen.

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Artikel Von Thomas Widter 13. Februar 2009 - 14:35 Uhr
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