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WhatsApp: Firmen sollen künftig zahlen

MOUNTAIN VIEW. Facebooks zweiter Nachrichtendienst, der Messenger, bleibt jedoch kostenlos.

WhatsApp: Firmen sollen künftig zahlen

Einschlägige WhatsApp-Gruppen Bild: Reuters

WhatsApp will von Unternehmen künftig Geld verlangen, wenn sie Facebooks Kurzmitteilungsdienst für die Kommunikation mit ihren Kunden nutzen. Das sagte der für das operative Geschäft zuständige WhatsApp-Manager Matt Idema dem "Wall Street Journal" (WSJ). Das wäre eine Abkehr von Facebooks typischem Geschäftsmodell, seine Dienste über Werbung zu finanzieren. Facebook hatte den Nachrichtendienst im Jahr 2014 für rund 22 Milliarden Dollar, umgerechnet 18,5 Milliarden Euro, übernommen.

"Wir wollen eine Grundlage dafür schaffen, dass Menschen Unternehmen Kurzmitteilungen schicken können und die Antworten, die sie wollen, bekommen", sagte Idema. "Wir haben vor, dafür von Unternehmen künftig Geld zu verlangen." Bisher wurden den Unternehmen probeweise kostenlose Werkzeuge für den Kontakt zu Kunden angeboten.

Lösung für Großunternehmen

Derzeit gehe es um eine kostenlose Business-App für kleine bis mittelgroße Unternehmen, und eine Lösung für Großunternehmen mit globaler Kundschaft, wie zum Beispiel Fluggesellschaften, Online-Handel und Banken, erklärte WhatsApp am Dienstag.

"Unternehmen werden unsere Lösungen dazu nutzen können, um ihre Kunden über nützliche Informationen wie Flugzeiten, Lieferbestätigungen und andere Informationen zu benachrichtigen." Wenn Nutzer nicht möchten, dass sie von einem bestimmten Unternehmen kontaktiert werden, könnten sie es blockieren, hieß es.

Erkennen können Nutzer die Firmen mit verifizierter Telefonnummer an einem Siegel mit einem weißen Häkchen auf grünem Hintergrund. Die Chats mit den Firmen seien wie die restliche WhatsApp-Kommunikation Ende-zu-Ende verschlüsselt.

Das Online-Netzwerk bietet bei seinem zweiten Kurzmitteilungsdienst, dem Facebook Messenger, ebenfalls die Möglichkeit für Unternehmen, mit ihren Kunden zu kommunizieren. Dort soll das Geld aber mit Werbung verdient werden. Messenger-Chef David Marcus will außerdem automatisierte Chatbots für den Kundendienst auf der Plattform etablieren.

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Artikel 09. September 2017 - 00:04 Uhr
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