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Welcher Browser ist der beste?

Vergleich: Chrome und Firefox im Duell um Platz eins, mobil sind Standard-Browser vorne.

Welcher Browser ist der beste?

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Der Browser ist unser Tor zum Internet. Viele Nutzer verbringen täglich mehrere Stunden mit den Surf-Programmen, egal ob in der Arbeit, unterwegs auf dem Handy oder daheim auf Tablet und Computer. Doch haben Sie sich schon einmal gefragt, ob Ihr Browser auch wirklich der richtige für Sie ist? Wir haben die gängigsten Browser auf PC und Handy unter die Lupe genommen.

 

1. Google Chrome: Es gibt viele Gründe, den meistgenutzten Browser der Welt zu hassen: Da wären einerseits der berüchtigte Speicherhunger des Programms und die Tatsache, dass Chrome nicht mehr so schlank und schnell ist, wie es früher einmal war. Außerdem ist Google darauf aus, möglichst viele Daten seiner Nutzer zu sammeln.

Auf der anderen Seite führt kein Weg an Chrome vorbei, wenn Sie ein Google-Konto nutzen. Keine andere Plattform begleitet den Nutzer so elegant von Office-Anwendungen über die Organisation und Bearbeitung der Familienfotos bis hin zu Spielen und Unterhaltung wie Chrome. Darüber hinaus bietet der Google-Browser etliche Erweiterungen an, die das Programm nach Belieben mit zusätzlichen Funktionen ausstatten.

Auch den Leistungshunger des Browsers hat Google mit der neuen Version 57 reduziert. Inaktive Tabs dürfen nun nicht mehr im Hintergrund beliebig Ressourcen verbrauchen, sondern werden auf ein Minimum gedrosselt. Zusammen mit einer aufgeräumten und intuitiven Benutzeroberfläche ergibt das einen knappen ersten Platz.

2. Mozilla Firefox: Ganz ehrlich: Der Abstand zwischen Chrome und Firefox ist so gering, dass die Reihung eher auf persönlichen Vorlieben denn auf im Alltagsgebrauch deutlich merkbaren Unterschieden basiert.

Ein großer Vorteil von Firefox ist das Unternehmen, das hinter dem Browser steht. Anders als Google ist die Mozilla Foundation eine Non-Profit-Organisation und nicht am Sammeln von Nutzerdaten zu Werbezwecken interessiert.

Firefox legt zudem besonderen Schwerpunkt auf die Anpassbarkeit des Programms. Wenn Sie Ihren Browser komplett nach Ihren eigenen Bedürfnissen und Vorlieben einrichten möchten, führt an Firefox kein Weg vorbei.

3. Opera: Die norwegischen Schöpfer des Opera-Browsers sind für ihre Innovationen und praktischen Ideen bekannt. Viele Funktionen, die heute in jedem Browser integriert sind, waren zuerst bei Opera zu finden, etwa Browser-Tabs, die integrierte Suche oder das automatische Blocken von Pop-ups.

Opera legt viel Wert auf die Privatsphäre des Nutzers, so ist etwa eine kostenlose VPN-Verbindung im Browser integriert, die sich vor zahlungspflichtigen Varianten nicht zu verstecken braucht. Ein höheres Ranking wurde durch die leider etwas ungewisse Zukunft des Unternehmens verhindert. Das Browser-Geschäft von Opera wurde kürzlich an ein chinesisches Konsortium verkauft, in dem auch der für eher fragwürdige Methoden bekannte Browser-Anbieter Qihoo 360 vertreten ist.

4. Microsoft Edge: Mit Windows 10 wurde der Internet Explorer von einem komplett neuen Browser namens Edge abgelöst. Der neue Standard-Browser für alle Windows-Geräte ist schnell und einfach zu bedienen. Mit dem Anniversary Update hat er zahlreiche neue Funktionen erhalten, darunter Erweiterungen und das Anheften von Tabs. Er ist auch etwas schneller bei der Seitendarstellung geworden. Insgesamt bietet der Browser aber dem Nutzer noch nicht das Rundum-sorglos-Paket, wie es Chrome und Firefox dank jahrelanger Optimierung tun.

5. Vivaldi: Der junge und noch unbekannte Browser Vivaldi will sich von der Konkurrenz durch sein etwas anderes Aussehen und die gelungene Verwaltung von Tabs abheben. Der von den ursprünglichen Opera-Gründern im April 2016 auf den Markt gebrachte Browser hat eine minimalistische Oberfläche und passt jeden Tab an die Farbgebung der aufgerufenen Webseite an. Mehrere Tabs können in einem Fenster platziert oder zur besseren Übersicht in so genannten Tab Stacks gruppiert werden. Der Browser basiert auf dem Open-Source-Projekt Chromium, das die Grundlage von Chrome bildet, und ist daher ähnlich schnell wie der Google-Browser.

Mobil: Standard-Browser vorne

Auf dem Smartphone muss der Browser mit zahlreichen Apps um die Gunst des Nutzers buhlen. Facebook, WhatsApp und andere Apps machen bis zu 90 Prozent der Nutzungsdauer auf dem Handy aus, sämtliche Browser-Apps kommen miteinander auf den Rest von etwa zehn Prozent.

Dennoch ist das Angebot groß, es gibt für alle Plattformen zahlreiche Alternativen zu den vorinstallierten Browsern – Safari auf dem iPhone, Chrome auf Android und Edge auf Windows Phone. Unserer Meinung nach sind aber die Standard-Browser für die Bedürfnisse der meisten Nutzer perfekt geeignet. Sie sind auch in Bedienung, Aussehen und Leistung am besten auf ihr jeweiliges Betriebssystem abgestimmt. Darüber hinaus müssen alle Browser auf iOS und Windows Phone die Browser-Engine des Standard-Programms zur Darstellung von Webseiten verwenden. Die Unterschiede beschränken sich hier also vorwiegend auf kosmetische Änderungen. Eine Ausnahme stellt Opera Mini dar. Dieser Browser komprimiert Webseiten, um möglichst wenig Daten zu verbrauchen. Wer also nur wenig Datenvolumen oder eine langsame Internetverbindung hat, dem können wir die auch sonst sehr gelungene App ans Herz legen.

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Artikel Leander Bruckbög 18. März 2017 - 00:04 Uhr
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