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Twitter verhandelt über Verkauf - Aktie klettert 20 Prozent

NEW YORK. Der schwächelnde Kurznachrichtendienst Twitter sondiert Insider-Informationen zufolge den eigenen Verkauf.

Twitter

(Symbolbild) Bild: colourbox.com

Das US-Unternehmen habe dazu Gespräche mit mehreren Technologiefirmen aufgenommen, sagte eine mit den Plänen vertraute Person am Freitag. Dazu gehören laut dem TV-Sender CNBC auch Google und der US-Softwarekonzern Salesforce. Eine formelles Angebot sei schon bald möglich.

Der Twitter-Aktie verhalfen die Meldungen zum größten Kurssprung seit dem Börsengang vor rund drei Jahren. Sie legten um 22 Prozent zu. Der Börsenwert stieg damit auf 16 Milliarden Dollar (derzeit 14,24 Mrd. Euro).

Twitter und die Google-Mutter Alphabet waren für eine Stellungnahme zunächst nicht zu erreichen. Salesforce wollte sich nicht dazu äußern.

Twitter wurde einst als neuer Internetstar gefeiert. Doch das Wachstum geriet schon bald ins Stocken. Der Konzern fiel immer weiter hinter die Platzhirsche Google und Facebook zurück. Werbekunden machten einen Bogen um das Unternehmen. Zudem kehrten ihm reihenweise Top-Manager den Rücken. Zuletzt nagte zusätzlich die wachsende Konkurrenz von Rivalen wie Snapchat und die Facebook-Tochter Instagram am Geschäft. Dies brockte Twitter im zweiten Quartal das geringste Umsatzplus seit dem Börsengang im November 2013 ein.

Twitter wird deswegen bereits seit längerem als Übernahmekandidat gehandelt. Konzernchef Jack Dorsey gelang es bislang nicht, das Ruder herumzureißen. Der Firmen-Mitgründer war vor gut einem Jahr an die Spitze des Unternehmens zurückgekehrt, um es wieder flottzumachen. Dabei setzte er vor allem auf Video-Angebote, bisher allerdings weitgehend erfolglos. Für Experten stellt sich weiter die Frage, ob Twitter doch noch eine Plattform für den Massenmarkt werden kann oder ein Produkt für eine kleinere Nutzergruppe bleibt. Unter den enttäuschten Anlegern kursieren daher schon länger Zweifel, ob Twitter als eigenständiges Unternehmen eine Zukunft habe.

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Artikel nachrichten.at/apa 23. September 2016 - 18:17 Uhr
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