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Snapchat strauchelt, gelobt aber Besserung

Gescheiterter Versuch, in den Hardware-Bereich vorzudringen, nun steht Android-App im Vordergrund.

Snapchat strauchelt, gelobt aber Besserung

Erfolglose Kamerabrille kostete dem Unternehmen 40 Millionen Dollar. Bild: AFP

Vor nur acht Monaten ist Snap Inc. an die Börse gegangen. Snap ist der Betreiber von Snapchat, des vor allem bei jungen Nutzern populären Dienstes zum Versenden von Bildern, die sich nach kurzer Zeit wieder selbst löschen. Die App galt noch vor kurzem als potentielle Gefahr für die Social-Media-Dominanz von Facebook. Doch nun sieht die Lage anders aus. Das Unternehmen schafft es nicht, Geld zu verdienen und präsentierte am Dienstag einen Quartalsverlust von 443,2 Millionen Dollar (381,6 Millionen Euro). Schuld ist unter anderem auch der Misserfolg der "Spectacles", einer eigens für Snapchat entworfenen Kamera-Brille. 40 Millionen Dollar Verlust entfielen alleine auf unverkaufte oder retournierte Brillen. Damit ist der Versuch, sich durch den Verkauf von Hardware breiter aufzustellen, kläglich gescheitert.

Auch die Nutzerzahlen von Snapchat bieten nicht viel Grund zur Freude. Diese wuchsen um nur drei Prozent auf 178 Millionen an.

Radikaler Umbau

Evan Spiegel, Chef und Mitgründer des Unternehmens, kündigte nun einen radikalen Umbau der App an. Diese soll danach übersichtlicher und leichter zu verstehen sein. Vor allem ältere Nutzer sollen angesprochen werden. Viel Augenmerk soll auch auf der trägen Android-Version liegen, diese würde "von Grund auf neu programmiert", sagte Spiegel. Das Unternehmen macht sich auch Gedanken, wie seine Nutzer Geld verdienen können.

Facebooks Instagram hat mit seinen Stories etwa eines der populärsten Elemente von Snapchat erfolgreich nachgebaut und seine User-Zahlen damit deutlich steigern können.

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Artikel 11. November 2017 - 00:04 Uhr
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