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Netflix ist (fast) global

Online-Videodienst startete in 130 Ländern.

Netflix ist (fast) global

Reed Hastings, Gründer und CEO des Online-Videodienstes Netflix Bild: APA/HERBERT NEUBAUER

Der Online-Videodienst Netflix ist mit dem Start in 130 weiteren Ländern beinahe weltweit verfügbar. Nur in China gebe es Netflix bisher weiterhin nicht, sagte Gründer und Chef Reed Hastings auf der Technik-Messe CES in Las Vegas. Das Unternehmen hoffe aber, mit der Zeit auch dort Fuß zu fassen. Zu den neuen Netflix-Ländern gehören Indien, Polen, Russland, Nigeria und Aserbaidschan. Netflix bietet Programme in 21 Sprachen an.

Netflix investiert massiv in die Produktion eigener Serien und Filme, für die der Konzern die Rechte hält und sie deshalb nach Belieben in aller Welt zeigen kann. Für dieses Jahr werden Investitionen von rund fünf Milliarden Dollar (4,65 Mrd. Euro) für eigene Programme und den Ankauf fremder Inhalte erwartet. 2016 sollen 31 Serien sowie zwei Dutzend Filme und Dokumentationen veröffentlicht werden. Hastings hatte zuvor angekündigt, Netflix solle bis Ende 2016 überall auf der Welt zu sehen sein. Jetzt hieß es, die Krim, Nordkorea und Syrien würden wegen Einschränkungen der US-Regierung weiterhin weiße Flecken auf der Netflix-Landkarte bleiben. Ende 2015 hatte der Streaming-Dienst 69 Millionen Kunden weltweit. Jetzt dürfte sich das Wachstum beschleunigen, und Netflix könnte mit der breiteren Kundenbasis auch die Investitionen rascher wieder einspielen.

Bisher war Netflix in rund 60 Ländern präsent. Der Österreich-Start war im September 2014. Die US-Firma, die mit dem Postversand von DVDs anfing, ist einer von mehreren Anbietern von Filmen und Videos aus dem Netz. Ein internationaler Rivale ist Amazon mit seinem Streaming-Angebot, außerdem gibt es lokale Anbieter.

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Artikel 08. Januar 2016 - 00:04 Uhr
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