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Jobbörse Xing stellt kräftiges Wachstum in Aussicht

MÜNCHEN. Die deutsche Karrierebörse Xing hat nach Einschätzung des Vorstands im abgelaufenen Jahr ein dickes Umsatzplus eingefahren.

Thomas Vollmoeller

Xing-Chef Thomas Vollmoeller. Bild: xing

"Wir sind zuversichtlich, die Erwartungen des Marktes zu erfüllen", sagte Firmenchef Thomas Vollmoeller. Branchenexperten schätzen, dass die Erlöse 2015 um rund 20 Prozent auf etwa 122 Mio. Euro zugelegt haben.

In den ersten neun Monaten des vergangenen Jahres waren der Umsatz des TecDax-Unternehmens um 23 Prozent und der Betriebsgewinn (Ebitda) um 38 Prozent gestiegen.

Im laufenden Jahr erwartet Vollmoeller ebenfalls starkes Wachstum. "Wir haben gesagt, dass wir 2016 den Umsatz von 2012 verdoppeln wollen", bekräftigte er. Das wäre ein Anstieg auf rund 146 Mio. Euro. Dieses Ziel hatte die Tochter des Medienkonzerns Burda vor drei Jahren ausgegeben.

Mit dem Ausbau von Beratungs- und Informationsangeboten will Xing Berufstätige zunehmend locken, ihre Gratis-Anmeldungen in kostenpflichtige Mitgliedschaften umzuwandeln. "Da beginnt die Reise erst", sagte Vollmoeller. Die Beschränkung auf die deutschsprachigen Länder sieht er als Vorteil im Rennen mit dem US-Rivalen Linkedin - Xing will sich im Gegensatz zu den weltweit aktiven und deutlich größeren Amerikanern als Spezialist profilieren.
Zuversicht schöpft Vollmoeller vor allem aus dem Geschäft mit Firmenkunden. "Momentan kommen rund 40 Prozent des Umsatzes von Unternehmenskunden. In den nächsten Jahren werden es 50 Prozent oder mehr werden." Den Bestand von mittlerweile mehr als neun Millionen Mitgliedern und ihren Lebensläufen können Arbeitgeber auf der Suche nach neuen Mitarbeitern mit kostenpflichtiger Software durchsuchen. "Wir stellen den Firmenkunden das Tool für rund 4.000 Euro zur Verfügung", erläuterte Vollmoeller. Damit dringt Xing in den Markt der Personalberatungen vor. Dessen Volumen in Deutschland liegt Vollmoeller zufolge bei rund 1,5 Mrd. Euro. "Dieser Markt wird jetzt systematisch und sukzessive bearbeitet."

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Artikel nachrichten.at/apa 20. Januar 2016 - 14:05 Uhr
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