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"Digitaler Radsport": Wie nützlich sind moderne Fahrradcomputer wirklich?

LINZ. Für viele Radsportler sind intelligente Begleiter ein wichtiger Bestandteil ihrer Ausrüstung.

"Digitaler Radsport": Wie nützlich sind moderne Fahrradcomputer wirklich?

Navigator, Pulsmesser und Tachometer: der Fahrradcomputer von heute Bild: (OÖN)

Mittlerweile ist der Frühling endlich auch in Oberösterreich angekommen. Viele dürften ihr Fahrrad spätestens jetzt aus dem letzten Eck der Garage oder aus den Untiefen des dunklen Kellers befreit und wieder auf Vordermann gebracht haben, um gut vorbereitet in die neue Saison starten zu können.

Multifunktionale Begleiter

Neben geschmierten Ketten und perfekt eingestellten Bremsen gehören Fahrradcomputer mittlerweile zur unverzichtbaren Grundausstattung zahlreicher Radfahrer. Doch diese schlauen Begleiter informieren die Sportler heutzutage nicht mehr nur über Puls und gefahrene Kilometer. Die OÖNachrichten sprachen daher mit dem HTL-Professor und Triathleten Manfred Widmann über die Ausstattung, die Entwicklung und über den Preis der Geräte.
 

OÖN: Welches Gerät ist für welchen Typ Sportler geeignet?

Widmann: Für den "Genussradler" wird ein Gerät mit Navigationsfunktion ausreichen. Hobbyradler- und -rennfahrer greifen eher zum Leistungsmesser. Die "Racer" benötigen dann schon das volle Programm.

"Das volle Programm?"

In den vergangenen zehn Jahren wurden Fahrradcomputer stetig weiterentwickelt. So lassen sich aus den GPS-Daten neben Geschwindigkeit heute zum Beispiel das Gesamtgefälle oder auch die Steigung berechnen. Mit speziellen Sensoren kann das Gerät den Sportler zusätzlich darüber informieren, an welcher Stelle der Fuß auf das Pedal drückt oder wie weit ein Auto vom Sportler entfernt ist. Ist die Distanz zu gering, ertönt ein Warnton.

Wie können die gesammelten Daten ausgewertet werden?

Mit dem Programm "Strava" zum Beispiel. Eine Anwendung, die da schon deutlich mehr kann, ist "TrainingPeaks". Ausführliche Trainingsplanungen oder Kommunikationsmöglichkeiten zwischen Athleten und Trainern sind damit kein Problem.

Viele Geräte lassen sich schon mit dem Smartphone verbinden. Welche Vorteile bringt das?

Mit dem Smartphone verbunden, kann der Fahrradcomputer den Sportler informieren, wenn er eine SMS erhalten hat. Das Gerät kann dem Radler den Text dann Vorlesen. Wird er angerufen, schaltet das Gerät das Telefonat automatisch auf das Headset.

Wieviel müssen Interessierte für solch ein Gerät ausgeben?

Computer zum Anzeigen von GPS-Daten gibt es zum Beispiel schon für mehrere 100 Euro. Professionelle Leistungsmesser kosten dann je nach Genauigkeit, Verlässlichkeit und Anzahl der gelieferten Werte zwischen 500 und 1000 Euro.

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Artikel Florian Meingast 20. Mai 2017 - 05:59 Uhr
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