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Das Ende einer Ära: Windows wird heruntergefahren

Die Zeiten, in denen sich bei Microsoft alles um das Betriebssystem drehte, sind vorbei.

Das Ende einer Ära: Windows wird heruntergefahren

Microsoft-Chef Satya Nadella nimmt einen weiteren Umbau in Redmond vor. Bild: APA/AFP

Windows war der Grundstein von Microsofts Erfolg und jahrzehntelang das unangefochtene Aushängeschild des Software-Riesen. So ist es kein Wunder, dass der Konzern in Redmond seit den 1980er-Jahren eine eigene Abteilung unterhielt, die sich nur mit der Entwicklung des erfolgreichen PC-Betriebssystems beschäftigte.

Das ändert sich jetzt. Der Konzern wird in zwei neue große Bereiche aufgeteilt, wie Microsoft-Chef Satya Nadella ankündigte. Ein Bereich wird sich auf Cloud-Dienste und künstliche Intelligenz konzentrieren, der andere auf "Erlebnisse" und Geräte. Windows geht als Verlierer aus der Reorganisation hervor.

Windows-Chef Terry Myerson verlässt Microsoft im Zuge des Unternehmensumbaus. Myerson, der über 20 Jahre bei Microsoft war, hatte bisher die große Sparte geleitet, die für Windows und Geräte wie die Surface-Tablets zuständig war. Mit der Talfahrt des PC-Marktes und dem Aufstieg der Smartphones spielt Windows heute aber nicht mehr die einstige zentrale Rolle im Computergeschäft. Bei Smartphones konnte Windows nicht Fuß fassen, selbst als Microsoft das Handygeschäft von Nokia kaufte.

Einen Nachfolger für Myerson gibt es nicht. Es ist somit eine der radikalsten Umbaumaßnahmen in der mehr als 40-jährigen Geschichte des Konzerns.

Nadella, der 2014 Steve Ballmer als CEO beerbt hatte, arbeitete in den vergangenen Jahren daran, das Geschäft von Microsoft stärker über das Windows-Betriebssystem hinaus auszubauen. Eine zentrale Marschrichtung dabei waren Cloud-Dienste. Eine intelligente Cloud und intelligente Geräte würden die nächste Phase der Innovationen bestimmen, schrieb Nadella in einer E-Mail an die Mitarbeiter.

Wie geht es weiter bei Microsoft?

Der Kurs von Nadella zeigte bereits erste Erfolge: Die Erlöse von Microsofts Cloud-Plattform Azure hatte sich im vergangenen Quartal fast verdoppelt und das Geschäft mit der online-basierten Büro-Software Office 365 wuchs um gut 40 Prozent.

Auch wenn der Konzernumbau den Beginn einer neuen Ära bedeutet, bleibt Windows auch weiterhin wichtig für Microsoft. Deshalb wird die Entwicklung des Betriebssystems vorerst auch nicht eingestellt.

Für die Zukunft von Windows verheißt die Aufsplittung, die noch vor wenigen Jahren undenkbar war, allerdings nichts Gutes. Windows hat seine Ausnahmestellung bei Microsoft verloren.

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Artikel 07. April 2018 - 04:24 Uhr
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