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Augmented Reality ist laut Cook das nächste große Ding

Apple-Chef deutet immer wieder an, dass Apple in den Markt einsteigen könnte.

One more thing: Augmented Reality ist laut Tim Cook das nächste große Ding

Tim Cook ist begeistert von Augmented Reality. Der 56-Jährige lenkt seit 2011 die Geschicke von Apple. Bild: Reuters

Apple ist das wertvollste Unternehmen der Welt. Hunderte Millionen Kunden weltweit verwenden Handys, Computer und andere Geräte der Firma mit dem Apfellogo. Unter dem legendären Firmengründer Steve Jobs hatte Apple den Ruf, ein hochinnovatives Unternehmen zu sein.

Oft überraschte Jobs bei seinen Produktvorstellungen die Öffentlichkeit mit einem unerwarteten Gerät, eingeleitet mit den berühmt gewordenen Worten "One more thing...". Unter Nachfolger Tim Cook hat Apple den Ruf des Innovators eingebüßt, "One more thing" gab es zuletzt vor gut zwei Jahren bei der Präsentation der Apple Watch zu hören. Der Imagewandel ist jedoch auch dem Erfolg des Unternehmens geschuldet.

An der Spitze lohnt es sich eher, mehr Energie in die Verbesserung bestehender Produkte zu investieren, als ständig neue Geräte zu erfinden. Und doch, gänzlich neue Produkte lassen Fanherzen höher schlagen, haben ein größeres Medienecho zur Folge und verursachen Schlangen vor den Apple Stores. Es ist also Zeit für ein neues "One more thing", und Tim Cook hat auch schon länger angedeutet, worum es sich handeln könnte.

"Wie drei Mahlzeiten pro Tag"

Apple zeigt sich traditionell verschlossen, wenn es um neue Produkte geht, doch schon beim iPhone hatte das Unternehmen durchblicken lassen, dass es in den Handymarkt einsteigen könnte. Vor der Apple Watch sprach man über Wearables und dass das Handgelenk der beste Platz für solche Geräte sei. Es ist daher ein guter Indikator für Apples nächstes großes Ding, wenn Tim Cook bei jeder Gelegenheit offen von Augmented Reality schwärmt.

Google hat es mit Glass wohl etwas zu früh versucht, Microsoft tüftelt derzeit noch an seiner viel versprechenden Hololens, Facebook ist mit Oculus im VR-Markt ganz vorne dabei. Da ist es nur verständlich, dass sich auch Apple für die zukunftsträchtige Technologie interessiert. "Ich glaube, dass ein großer Teil der Menschen aller Länder täglich Erfahrungen mit Augmented Reality machen wird. Fast so wie dreimal täglich zu essen, wird es ein Teil unseres Lebens werden", sagte Cook beim Utah Tech Talk Anfang Oktober.

Allzu schnell dürfen sich Fans aber keine AR-Brille von Apple erwarten. Cook betonte, dass erst über die Betriebssysteme die Grundvoraussetzungen dafür geschaffen werden müssten: "AR wird noch eine Weile dauern, es gibt noch ein paar schwierige technische Hürden zu überwinden." Doch es gibt keinen Zweifel, dass Apple die Entwicklung in diesem Bereich vorantreibt und dazu etwa zwei Firmen aus dem Segment zugekauft hat. Auch bei Apple Maps experimentierte man bereits mit AR-Funktionen.

Eine AR-Brille von Apple ist daher durchaus realistisch. Gewiss sein wird es, wenn die berühmten Worte ertönen: "One more thing..."

 

AUGMENTED REALITY - Was ist das?

Augmented Reality, abgekürzt AR, bedeutet übersetzt „Erweiterte Wirklichkeit“. Es handelt sich um einen Cousin der Virtual Reality, jene Technologie , die gerade den Videospielemarkt erobert. Anders als bei Virtual Reality, die den Nutzer per Brille in virtuelle Welten entführt, ist AR darauf ausgelegt, die Realität um zusätzliche Informationen zu erweitern – daher auch der Name. Schon jetzt gibt es auf dem Smartphone einige AR-Apps, darunter Googles Übersetzungsprogramm Translate, das es Nutzern erlaubt, die Kamera auf einen fremdsprachigen Text zu richten und auf dem Display stattdessen die deutsche Übersetzung eingeblendet zu bekommen. Richtig interessant wird Augmented Reality mit einer Datenbrille, die dem Nutzer solche Informationen ohne den Umweg über das Handydisplay anzeigen und per Sprache gesteuert werden kann.

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Artikel Leander Bruckbög 12. November 2016 - 00:04 Uhr
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