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Zwei Dritteln der Österreicher ist faire Mode-Produktion wichtig

LINZ. Faire Arbeitsbedingungen (72 Prozent) und umweltschonende Herstellung (75 Prozent) bei der Produktion von Bekleidungsind mehr als zwei Dritteln der Österreicher wichtig.

Anna Hammel, Miss Austria 2009, in fairer und ökologischer Kleidung Bild: oneworld.at

Dies betonten die Veranstalter der europaweiten Initiative WearFair, Johannes Heiml von Südwind und Norbert Rainer vom Klimabündnis OÖ, sowie Georg Rathwallner, Leiter der Konsumenteninformation der AK OÖ, bei einer Pressekonferenz am Freitag in Linz.

Faire Modemesse

Heiml und Rainer veranstalten nächstes Wochenende die dritte WearFair, Österreichs Messe für faire und ökologische Mode, in der Arbeiterkammer Linz. Über 100 Marken aus Europa werden zu Gast sein, als Model fungiert auch Miss Austria Anna Hammel. Die Nachfrage werde immer größer, betonten beide - gekleidet in ökologischer Businessmode mit Hemd und Sakko. Eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts OGM im Auftrag der entwicklungspolitischen Organisation Südwind untermauere diese Aussage. 501 Personen über 16 Jahren wurden dafür im Mai 2010 in Österreich online befragt. 67 Prozent von ihnen haben bereits einmal von ökologischer Mode gehört.

Spontan assoziierten 39 Prozent der Befragten damit „faire Arbeitsbedingungen“, je 30 Prozent „faire Löhne“ und „keine Kinderarbeit“, 27 bzw. 28 Prozent „umweltfreundlich“ und „biologische Anbauweise der Rohstoffe“. Die Produktion von Biobaumwolle wachse zwar seit 2001 jährlich um 40 Prozent, machte aber 2009 gerade einmal 0,76 Prozent der gesamten Herstellung aus, erklärte Heiml. Wichtig sei ihnen auch, regionale Rohstoffe wie Hanf oder Flachs für Mode vorzustellen, so Rainer. Das Thema sei unerschöpflich, im Detail - wie in den Zertifizierungen - stecke oft noch der Teufel.

Immerhin 62 Prozent der Umfrageteilnehmer nannten „Gütesiegel“ als Erkennungsmerkmal für faire/ökologische Mode. 26 Prozent verlassen sich diesbezüglich auf die Verkäufer, 17 Prozent auf Freunde oder Medien. Tatsächlich gebe es zwei zuverlässige Zeichen, so Heiml: „Mit GOTS (Global Organic Textile Standard Anm.) wird die gesamte Zulieferkette zertifiziert.“ Bei mit „fair trade“ benannter Baumwolle erhalten die Bauern einen gerechten Lohn. Bis Ende 2010 soll es einen „Einkaufsführer“, eine Orientierung für Konsumenten geben, „möglichst einfach, über eine Homepage oder übers Handy“, sagte Rathwallner.

Nur zwei Prozent der von OGM Befragten fühlten sich über faire und ökologische Kleidung „sehr gut“ informiert, „gut“ Bescheid wussten immerhin elf Prozent. Dass sie bereit seien für ökologische Mode mehr zu zahlen, gaben 54 Prozent an. Gut die Hälfte von ihnen würde zehn Prozent mehr ausgeben, gut ein Zehntel der Befragten sogar bis zu 20 Prozent. Doch das müsse oft gar nicht sein, sagte Rainer und verwies auf seine im Mühlviertel hergestellten, maßgeschneiderten Jeans, die er um 72 Euro zugestellt bekommen habe. 2009 lag in Österreich der Umsatz von mit fair produzierter Baumwolle hergestellten Produkten bei 2,5 Mio. Euro, das entspreche deutlich unter einem Prozent der gesamten Produktion, sagte Heiml.

 WearFair findet von 8. bis 10. Oktober in der Arbeiterkammer Linz statt, mit Modenschau und Vorträgen.

von MargotK (118) · 01.10.2010 13:27 Uhr
falsches Geute !

vielmehr ist fast drei drittel ein niedrigst-preis wichtig, egal wie der entsteht ! lauter Heuchlerinnen.

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Artikel nachrichten.at/apa 01. Oktober 2010 - 13:16 Uhr
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