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Zölibat: Pfarrer Friedl droht Amtsenthebung

Pfarrer Friedl: „Ich wollte nicht lügen“

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LINZ/UNGENACH. Dem Pfarrer Josef Friedl von Ungenach (Bezirk Vöcklabruck) droht nach seinem öffentlichen Eingeständnis, mit einer Frau zusammenzuleben, schlimmstenfalls eine Amtsenthebung. Er soll für eine Aussprache über sein zölibatswidriges Verhalten von Bischof Ludwig Schwarz nach Linz zitiert werden. Dieser befindet sich allerdings noch bis Donnerstag bei der Frühjahrsvollversammlung der Bischöfe in Innsbruck.

In letzter Konsequenz könnte sich der Pfarrer, der sich im Fall von Arigona Zogaj einen Namen gemacht hat, zwischen seiner langjährigen Beziehung und seinem Priesteramt entscheiden müssen. Friedl fordert einen Zölibat auf Zeit, damit könne nach seiner Ansicht dem Priestermangel wirksam begegnet werden. „Auch im Kloster legt man schließlich erst die zeitlichen Gelübde vor der ewigen Profess ab“, so der Geistliche. Sollte der Priesteranwärter dann sehen, dass das keusche Leben für ihn nichts sei, könne er jederzeit den Priesterberuf innerhalb einer gewissen Zeit wieder niederlegen.

Friedl hat "keine Angst"

Pfarrer Josef Friedl hat „keine Angst“ vor einer möglichen Amtsenthebung nach seinem öffentlichen Eingeständnis, mit einer Frau zusammenzuleben. Er habe nichts in diese Richtung gehört, ein Gespräch mit Bischof Ludwig Schwarz werde es aber sicher geben, bestätigte der Pfarrer am Dienstag gegenüber der APA.

„Zu einem Gespräch wird es sicher kommen“, so Friedl. Er stelle aber diesbezüglich keine Überlegungen an, er lasse es auf sich zukommen. Einen Termin gebe es vorerst nicht, erklärte der Geistliche.


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Artikel apa/nachrichten.at 10. März 2009 - 09:51 Uhr
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