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Durch CERN-Ausstieg drohen Österreich hohe Kosten

Wissenschaftliche und wirtschaftliche Folgen drohen

Bild: APA (Archiv/epa)

Der geplante Ausstieg Österreichs aus dem Europäischen Kernforschungszentrum CERN dürfte hohe Kosten verursachen. Österreich zahlt pro Jahr rund 16 Mio. Euro Mitgliedsbeitrag, die gesamten Aufwendungen für das CERN betragen laut Wissenschaftsministerium rund 20 Mio. Euro jährlich.

Wie der Finanzchef des bei Genf gelegenen Forschungszentrums, Thierry Lagrange, am Donnerstag vor Journalisten erklärte, gehe Österreich mit dem Ausstieg Verpflichtungen ein, die nach einer Überschlagsrechnung in Höhe von Mitgliedsbeiträgen für mehrere Jahre liegen.

Nach Angaben Lagranges müsste Österreich bei einem Ausstieg die Kosten für Pensions- und Krankenversicherung für die aus Österreich stammenden CERN-Angestellten übernehmen. Das gelte auch für jene österreichischen Mitarbeiter, die über Zeitverträge angestellt sind, die über das geplante Austrittsdatum Ende 2010 hinaus weiterlaufen.

Außerdem müsse Österreich anteilig die Kosten des Kredits für den Bau des neuen Teilchenbeschleunigers LHC bedienen. Mit dem Austritt Österreichs wäre die Gesamtsumme dafür sofort fällig, sagte Lagrange. In der kommenden Woche soll es eine genaue Berechnung der anfallenden Kosten geben.

Zusätzlich zu den offiziellen Kosten fürchten nach der Ankündigung von Minister Hahn die 185 am Kernforschungszentrum tätigen Österreicher um ihre Jobs. Zudem warnte der CERN-Direktor vor wirtschaftlichen Folgen für Österreich. Demnach kämen bei einem Ausstieg Aufträge an österreichische Unternehmen nicht mehr infrage.

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Artikel APA 14. Mai 2009 - 12:51 Uhr
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