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Papst ruft zu mehr Moral in der Politik auf

Papst Benedikt XVI. ist am zweiten Tag seines Zypern-Besuchs für eine Politik der Moral und der Wahrheit eingetreten. Wenn die Politik national und international von Eigeninteressen und parteilichem Druck gereinigt werden könnte, dann stünde sie auf einer festeren Grundlage, sagte der Papst bei einem Treffen mit Diplomaten und politischen Vertretern Zyperns.

Vor allem die Erfahrungen des 20. Jahrhunderts hätten gezeigt, wie Ideologien den richtigen moralischen Weg unmöglich machten, so Benedikt XVI. Würden Wahrheit und Würde unterdrückt, dann führe das zu Unmenschlichkeit. Die Gläubigen rief der Papst auf, die Einheit der Menschheit zu fördern und eine gerechtere, brüderliche Welt mit bleibenden Werten aufzubauen. Vor allem in Ländern in einer schwierigen politischen Lage könnten ehrliche und offene Beziehungen zwischen Personen und zwischen Institutionen allen dienen, sagte das 83-jährige katholische Kirchenoberhaupt.

Zypern ist seit der türkischen Militärintervention 1974 geteilt. Nach Vatikanangaben gibt es eine "konkrete Möglichkeit", dass Benedikt XVI. auch mit politischen und religiösen Vertretern des muslimischen Nordteils der Insel zusammenkommt. Vatikansprecher Federico Lombardi sagte, der Papst verstehe seine Reise als religiös und nicht politisch.

Am Freitag hatte das Oberhaupt der orthodoxen Kirche Zyperns, Erzbischof Chrysostomos, der Türkei vorgeworfen, einen Plan der "nationalen Zerstörung" Zyperns verfolgt zu haben. Zu Beginn der ökumenischen Feier mit Papst Benedikt XVI. in Paphos erinnerte Chrysostomos an das "Martyrium" der zypriotischen Kirche seit der militärisch erzwungenen Teilung der Insel. Die Türkei habe in "barbarischer Weise" einen Teil der Insel besetzt. Das kulturelle Erbe, insbesondere christliche Kunstwerke, sei zerstört oder auf dem internationalen Antiquitätenmarkt verkauft worden, bedauerte der Erzbischof. Man habe im türkisch besetzten Teil alles, was griechischen oder christlichen Ursprungs sei, verschwinden lassen wollen.

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moral · von andrew (22) · 05.06.2010 12:03 Uhr

ratzi soll zuerst in seiner eigenen firma moral einfordern. allererstens soll er beisich selber schauen wie es um seine moral bestellt ist.
eigentlich zum kotzen.

(0)
Artikel 05. Juni 2010 - 14:50 Uhr
pin
Bild vergrößern Der Papst in heikler Mission unterwegs

Bild: APA (epa)

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