Der UNO-Sicherheitsrat hat das Mandat der Friedenstruppen in der westsudanesischen Krisenregion Darfur um ein weiteres Jahr verlängert. Die 15 Mitglieder des Sicherheitsrates stimmten einstimmig für die Verlängerung des Einsatzes bis zum 31. Juli 2011. Im Rahmen der Friedensmission von UNO und Afrikanischer Union sind gegenwärtig rund 17.000 Soldaten und 4.000 Polizisten in der Region stationiert.
In Darfur herrscht seit Februar 2003 ein Bürgerkrieg. In dem Konflikt starben nach UNO-Schätzungen bisher bis zu 300.000 Menschen, weitere 2,7 Millionen wurden in die Flucht getrieben.
Er wenige Tage zuvor hatte der UNO-Sonderbeauftragte Ibrahim Gambari in New York mitgeteilt, dass es in Darfur in den vergangenen Monaten so viele Tote wie seit Jahren nicht gegeben habe. Die Sicherheitslage habe sich deutlich verschlechtert, hatte Gambari am Dienstag gesagt. Nach Angaben der US-amerikanischen UNO-Botschafterin Susan Rice war der Mai der "verheerendste Monat" im Sudan seit Beginn der UNAMID-Mission. Die gemeinsame Operation von Vereinten Nationen und Afrikanischer Union startete vor drei Jahren.
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