Der Lateinische Patriarch von Jerusalem, Fouad Twal, hat in seiner Weihnachtspredigt die Gläubigen zum Gebet für den Frieden im Nahen Osten aufgerufen. In das Heilige Land werde jedoch erst dann wahrer Frieden einkehren, wenn sich Israelis und Palästinenser mit gegenseitigem Respekt behandelten, sagte Twal während der Mitternachtsmesse in der katholischen St. Katharinen-Kirche in Bethlehem.
Die Bewohner des Heiligen Landes seien "miteinander verfeindete Brüder". Die Region könne aber erst dann mit Fug und Recht "heilig genannt werden, wenn sie Freiheit, Gerechtigkeit, Liebe, Versöhnung, Frieden und Sicherheit" verbreite, mahnte der hohe katholische Würdenträger in seiner Predigt zur Christmette, an der wie jedes Jahr auch der muslimische palästinensische Präsident Abbas teil.
Tausende Gläubige waren schon vorher zu den Weihnachtsfeierlichkeiten nach Bethlehem, der Geburtsstadt von Jesus, geströmt. Im Gegensatz zu den vergangenen Jahren herrschte in der von hohen israelischen Mauern umgebenen Stadt im Westjordanland dieses Jahr eine fröhliche Stimmung. Händler verkauften bunte Luftballons, Zuckerwatte und Kaffee, und auf dem Krippenplatz vor der Geburtskirche tanzten hunderte junger Leute zur Weihnachts-Musik der österreichischen Rockband Cardiac Move. Ursprünglich sollten die Band Teil eines Festivals "Rock to Bethlehem" sein, doch aus Respekt vor den weniger jungen Pilgern beschränkten die Stadtväter das Konzert auf zwei Gruppen.
In der orthodoxen Geburtskirche warteten hunderte Gläubige geduldig in der Schlange, um in der Grotte beten zu können, in der Jesus zur Welt gekommen sein soll. Rund 15.000 Pilger aus aller Welt waren für das diesjährige Weihnachtsfest in Bethlehem erwartet worden.
Mit Bekanntentrick Ehepaar um 32.000 Euro erleichtert
Facebook-Aktie steigt
Rogans perfekter Olympiatest - mit Kraftakt zu EM-Bronze
„Wos woar mei Leistung?“ Meischberger rechtfertigt Honorare als Tippgeber