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Linz Textil steigerte Konzerngewinn trotz Umsatzeinbußen

LINZ. Die börsennotierte Linz-Textil-Gruppe, zu der seit 2004 auch die Firma Vossen gehört, hat heuer in den ersten drei Quartalen unter dem Strich etwas mehr Gewinn erzielt als im Vergleichszeitraum des Vorjahres.

Seit 1840 spinnt die Linz Textil Industriegeschichte

Spinnerei 2015 Bild: Weihbold

Der Konzerngewinn stieg von 412.000 auf 576.000 Euro, wie aus dem aktuellen Aktionärsbrief hervorgeht. Für 2015 sei "aus derzeitiger Sicht ein positives Jahresergebnis" zu erwarten.

Die 2014 eingeleitete umfassende Restrukturierung sei bis heuer im Sommer "in vollem Umfang umgesetzt" worden. Bereits im vierten Quartal rechnet der Vorstand mit "positiven Auswirkungen im Sinne besserer Kosteneffizienz".

Die Ankündigung des Rohstofflieferanten Lenzing, die Belieferung mit "Zellwolle glänzend" ab 2016 massiv zurückzufahren, stelle die Linz Textil vor "große Herausforderungen" und mache "erhebliche Anpassungsmaßnahmen in der Unternehmensstruktur" notwendig. Wie berichtet wird die Garnproduktion in der Spinnerei Linz Ende Juni 2016 geschlossen - 45 Mitarbeiter verlieren ihren Job. Ein Umsatzrückgang um bis zu 20 Prozent wird erwartet. Die neue Situation, so heißt es im Ausblick weiter, sei "schwierig, aber beherrschbar".

Der Umsatz sank heuer zwischen Jänner und September um rund 4 Prozent auf 86,83 Millionen Euro. Das oberösterreichische Unternehmen begründet die Einbußen vor allem mit der im ersten Halbjahr verstärkt erfolgten Investitionstätigkeit in der Spinnerei Landeck, die mit einer vorübergehenden Reduktion der Produktionskapazität einhergegangen sei.

Operative Verluste

Operativ schrieb die Linz Textil heuer in den ersten neun Monaten Verluste: Vor Zinsen und Steuern drehte das Ergebnis (EBIT) gegenüber der Vorjahresperiode von plus 261.000 auf minus 1,12 Millionen Euro. "Einmalige und nicht operative Sondereffekte" hätten die Ertragslage "empfindlich belastet", schreibt der Vorstand im Aktionärsbrief. Vorübergehende Kapazitätsanpassungen am Standort Spinnerei Landeck, umfassende Instandhaltungsarbeiten im Bereich der Gebäudeinfrastruktur am Standort der Spinnerei in Linz und Abbruch- und Rekultivierungskosten im Zusammenhang mit der Immobilienentwicklung am ehemaligen Betriebsstandort Reutte hätten sich negativ auf die Ertragslage ausgewirkt.

Wie in den vorangegangenen Quartalen sei die Investitionstätigkeit 2015 ganz im Zeichen der Großinvestition im Bereich der ultrafeinen Baumwollgarne in der Spinnerei Landeck gestanden, die mit Ende des dritten Quartals finalisiert worden sei. In die neu installierten Produktionsanlagen seien 12 Millionen Euro geflossen.

Das Ergebnis vor Steuern (EBT) war heuer in den ersten drei Quartalen den Angaben zufolge dank "positiver Ergebnisbeiträge aus dem Wertpapierportfolio" positiv, allerdings hat es sich gegenüber dem Vorjahr von 1,09 Millionen auf 710.000 Euro verringert. Der Personalstand verkleinerte sich per Ende September gegenüber dem Vorjahresstichtag von 654 auf 619 Arbeitnehmer.

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Artikel nachrichten.at/apa 05. November 2015 - 14:16 Uhr
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