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Italien modernisiert Familienrecht - "Alle Kinder sind gleich"

ROM. Italien hat einen wichtigen Schritt zur Modernisierung des Familienrechts unternommen. Der Ministerrat stellte am Freitag einen Gesetzesentwurf vor, mit dem die letzten juristischen Unterschiede zwischen Kindern verheirateter und unverheirateter Paare endgültig wegfallen.

Kind Strand

Bild: colourbox.com

Die Regel, wonach außereheliche Kinder im Falle des Todes ihrer Eltern kein Erbrecht auf das Vermögen der Großeltern hatten, wird gestrichen. Jeglicher Bezug auf eheliche und uneheliche Kinder soll aus dem Zivilbuch verbannt werden. Das selbe gilt auch für adoptierte Kinder.

"Es ist wichtig, endlich diskriminierende und veraltete Begriffe aus dem Familienrecht zu streichen. Alle Kinder sind gleich", betonte Premier Enrico Letta bei der Vorstellung des Gesetzesentwurfs am Freitag. Die Reform wurde parteiübergreifend begrüßt.

Im heutigen Italien werden immer mehr Kinder außerehelich geboren. Jedes vierte Kind in Italien hat Eltern, die nicht miteinander verheiratet sind. Dieser Trend hat sich seit 1995 verdreifacht. Damals hatten lediglich 8,1 Prozent aller Kinder unverheiratete Eltern.

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Artikel nachrichten.at/apa 12. Juli 2013 - 17:23 Uhr
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