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Italien: Studentendemos in mehreren Städten gegen Schulreform

ROM. In mehreren italienischen Städten ist es am Donnerstag zu Studentendemonstrationen gegen eine Schulreform der Regierung von Premier Matteo Renzi gekommen.

"Eine Generation, die sich nicht aufgibt" - Proteste in Rom. Bild: (EPA/ANGELO CARCONI)

50.000 Schüler und Studenten gingen laut den Organisatoren des Protests auf die Straße.

Die größte Kundgebung fand in Mailand statt, wo es auch zu Ausschreitungen zwischen Demonstranten und der Polizei kam. Sicherheitskräfte wurden von den Demonstranten mit Eiern, Flaschen und anderen Gegenständen beworfen. Die Polizisten reagierten mit Tränengas, um gewaltsame Studentengruppen zu vertrieben, berichteten italienische Medien. Dabei wurde ein 15-jähriger Schüler festgenommen.

40 Demonstrationen wurden in verschiedenen Städten organisiert. Zum Protest hatten linksorientierte Studentenverbände aufgerufen. Diese werfen der Regierung vor, dem öffentlichen Schulsystem Ressourcen zugunsten von Privatschulen zu entziehen. Die Demonstranten forderten ein neues Schulsystem und ein Ende der Sparpolitik im Bildungsbereich. "Wir sind eine Generation ohne Zukunft", klagten die jungen Demonstranten in Anspielung auf die hohe Jugendarbeitslosigkeit in Italien, die im vergangenen Jahr auf über 40 Prozent geklettert ist.

Der Ministerrat soll noch am heutigen Donnerstag ein Dekret zur Schulreform verabschieden. Zehntausende mit befristeten Arbeitsverträgen angestellte Lehrer sollen demnach fest in das Schulwesen integriert werden. Außerdem sollen 18.979 im administrativen Bereich beschäftigte Mitarbeiter fest angestellt werden. Bereits im September waren 30.000 Lehrer fest angestellt worden, die vorher lediglich mit befristeten Arbeitsverträgen beschäftigt waren.

"La buona scuola" (Die gute Schule) heißt das Programm der Regierung, das etappenweise umgesetzt werden soll. Das Programm sieht unter anderem vor, dass mehr Arbeitsstunden im Schulwesen mit besseren Gehältern belohnt werden soll.

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Artikel nachrichten.at/apa 12. März 2015 - 16:24 Uhr
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