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Französischer Minister in Spendenaffäre vernommen

Die französische Polizei hat am Donnerstag Arbeitsminister Woerth in der Steuer- und Spendenaffäre um die L'Oreal-Erbin Liliane Bettencourt vernommen. Woerth wird von einer früheren Buchhalterin Bettencourts, beschuldigt, im Präsidentschaftswahlkampf des derzeitigen Amtsinhabers Sarkozy 2007 illegale Parteispenden von der Tochter von L'Oreal-Gründer Eugene Schueller erhalten zu haben.

Als Schatzmeister der Regierungspartei UMP soll er von Bettencourt eine Spende in Höhe von 150.000 Euro in bar entgegengenommen haben. Woerth hat die Vorwürfe zurückgewiesen.

Der Vermögensverwalter der L'Oreal-Erbin, Patrice de Maistre, der Woerth den Umschlag überreicht haben soll, wurde 2008 von dem Arbeitsminister mit dem Orden der Ehrenlegion ausgezeichnet. Er hatte zudem Woerths Frau Florence in der Vermögensverwaltung der Bettencourts angestellt.

Die heute 87-jährige Liliane Bettencourt, deren Vermögen laut dem US-Magazin "Forbes" auf mehr als 15,4 Milliarden Euro geschätzt wird, ist die Witwe des gaullistischen Politikers Andre Bettencourt. Die Milliardärin ist bereits von der Polizei zu der Steueraffäre vernommen worden. Sie habe sich laut ihrem Anwalt Georges Kiejman allerdings "nicht mehr an Details erinnern" können.

Kommentare
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Artikel 29. Juli 2010 - 14:44 Uhr
sws
Bild vergrößern Soll 150.000 Euro von Bettencourt erhalten haben

Bild: APA (Archiv/epa)

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