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Eisenbahnbrücke nur noch bis Ende 2012 befahrbar

Das Gutachten zur Eisenbahnbrücke liegt nun vor: Bis Ende 2012 ist sie befahrbar, allerdings nur mit kurzfristigen Sanierungen und regelmäßigen Messungen der Belastbarkeit.

Eisenbahnbrücke: Diese Woche soll Gutachten endlich auf den Tisch

Tragfähig bis maximal Ende 2012 Bild: foto-kerschi.at

Für die denkmalgeschützte Linzer Eisenbahnbrücke, einem wichtigen Donauübergang für Straße, Schiene und Fußgänger, muss bis Ende 2012 eine Lösung gefunden werden. Höchstens bis zu diesem Zeitpunkt sei eine Nutzung möglich, sofern es zu kurzfristigen Sanierungsmaßnahmen und einem umfassenden Monitoringsystem komme, zitierten die ÖBB Mittwochnachmittag in einer Presseaussendung aus einem Gutachten der Technischen Universität (TU) Wien gemeinsam mit der StahlVerbundBau Consulting GmbH.

Brücke durch Böen gefährdet

Man werde sich darum bemühen, gemeinsam mit der Stadt Linz und dem Land Oberösterreich möglichst schnell entsprechende Schritte zu setzen, hieß es. Die Brücke ist eine Stahlkonstruktion aus 1899 und durch Korrosion als Folge der Salzstreuung auf der Straßenfahrbahn mittlerweile massiv geschädigt. Besonders die Windverbände - jene Teile, die die Brücke gegen den Wind stabilisieren - sind stark angegriffen. Dadurch ist die Brücke durch Windböen gefährdet.

In der Expertise wird dem Bauwerk eine „als ausreichend angesehene Tragfähigkeit bis zu einer Windgeschwindigkeit von maximal 85 km/h für den Straßenverkehr“ sowie bis maximal 75 km/h für den Bahnverkehr bescheinigt, sofern kurzfristige Sanierungsmaßnahmen gesetzt werden. Laut Gutachten müssten Teile des Windverbandes sofort saniert, die Brücke häufiger untersucht und regelmäßige Messung der Spannungen und die Messergebnisse zur Sicherstellung der Tragfähigkeit regelmäßig analysiert und bewertet werden. In der Nacht zum 2. März hat es eine Belastungsprobe gegeben, die Messergebnisse würden derzeit mit den errechneten Werten verglichen, berichteten die ÖBB.

Kepplinger: "Nur Neubau vertretbar"

„Dem vorliegenden Gutachten ist eindeutig zu entnehmen, dass einzig ein Neubau eine technisch und wirtschaftlich vertretbare Variante ist“, erklärte Verkehrslandesrat Hermann Kepplinger (SPÖ) in einer Aussendung. Der Denkmalschutz müsse rasch erklären, dass er seine Zustimmung dazu erteilen werde. Wie bereits beim "Brückengipfel" im Dezember 2009 konstatiert, sei aufgrund der Konstruktion der Brücke eine Sanierung mit dauerhaftem Weiterbetrieb beinahe unmöglich und würde unverhältnismäßig hohe Kosten verusachen. Ungeklärt bliebe bei dieser Variante auch die Lebensdauer einer generalsanierten Brücke, da die Korrosionsanfälligkeit der Konstruktion damit nicht behoben werden kann.

Luger: Entscheidung über Mühlkreisbahn

Der zuständige Linzer Vizebürgermeister Klaus Luger (SPÖ) fordert nun eine Entscheidung über die „eng mit dem Bestand der Eisenbahnbrücke verzahnte Zukunft“ der Mühlkreisbahn. Die weiteren Planungen für die Neuerrichtung des Bauwerks seien davon abhängig, erklärte er am Nachmittag in einer Presseaussendung.

Die Sanierungsmaßnahmen der Brücke bis Ende 2012 würden jährlich rund 500.000 Euro kosten, so Luger. Die ÖBB hatten Anfang März eine teilweise Schließung der teilweise gering ausgelasteten Mühlkreisbahn in Aussicht gestellt.

von Strohmeyer (178) · 08.04.2010 21:52 Uhr
Die Wortwahl...

...des Kronprinzen Luger ist auch bezeichnend: Die ÖBB hatten Anfang März eine teilweise Schließung der teilweise gering ausgelasteten Mühlkreisbahn in Aussicht gestellt.

Na hoffentlich erfüllt sich sein sehnsüchtigster Wunsch. Wie man (ich) nur so blöd sein konnte Typen aus dieser Partei zu wählen (und da nehme ich von der Bundes- bis zur Gemeindeebene keine aus).

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von chilipepper (6016) · 07.04.2010 18:09 Uhr
ein gutachten für das gutachten...

wäre jetzt mal angebracht.. dann schauats wieder ganz anders aus...

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von sumpfdotterblume (1475) · 07.04.2010 17:48 Uhr
Das Problem ist typisch für Österreich

Denn das Problem ist lange bekannt, zuständig sind jedoch mehrere Stellen (ÖBB, Denkmalschutz etc.). Da schiebt einer die Schuld auf den anderen - und Schuld ist zuletzt gar keiner. Nur die Misere müssen die anderen (das gemeine Volk) ausbaden.

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Artikel apa/nachrichten.at 07. April 2010 - 15:18 Uhr
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