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"Frau Bürgermeisterin" ist in Europa eine Exotin

Die "Frau Bürgermeisterin" ist die große Ausnahme. In nur vier der 27 Hauptstädte der Union steht eine Frau an der Spitze, dies geht aus einer Untersuchung des Instituts für Parlamentarismus und Demokratiefragen hervor. "Wo es einen hohen Prozentsatz an Frauen auf nationaler Ebene gibt, ist auch der Anteil auf regionaler und kommunaler Ebene höher", erklärte Institutspräsident Werner Zögernitz.

Der aktuelle Bericht nahm die Rolle der Frauen in der Politik auf regionaler und kommunaler Ebene in den Mitgliedsstaaten unter die Lupe. In vier Hauptstädten Europas, nämlich Warschau, Sofia, Nikosia und Dublin gibt es eine Frau Bürgermeisterin.

In Österreich gibt es in den neun Landeshauptstädten zwei Frauen an der Spitze, es sind dies Hilde Zach (Liste "Für Innsbruck") in Innsbruck und Andrea Fraunschiel (V) in Eisenstadt. Bundesweit sind unter den 2.357 Ortschefs nur 110 weiblich, das ist ein Anteil von 4,7 Prozent. Von diesen 110 gehören 55,4 Prozent der ÖVP an und 36,4 Prozent der SPÖ (8,2 Prozent anderen Gruppierungen).

Österreich ist mit den knapp 5 Prozent hinter vielen EU-Ländern und in etwa gleichauf mit Ländern wie Rumänien und Slowenien. Spitzenreiter, was den Anteil weiblicher Ortschefs betrifft, sind Lettland mit 39 Prozent und Schweden mit 30 Prozent. In Griechenland ist ihr Anteil mit 3 Prozent am niedrigsten.

Für den Bericht wurde auch der Frauenanteil in den Regionalbehörden untersucht (laut Kommission gibt es in 19 der 27 Mitgliedsstaaten Regionen, Anm.). In Ländern mit einem hohen Frauenanteil im nationalen Parlament ist auch der Anteil in den Regionalversammlungen (in Österreich sind dies die Landtage) ähnlich hoch. So sind etwa 47,3 Prozent der Vertreter im schwedischen Parlament Frauen, in den regionalen Versammlungen beläuft sich ihr Anteil auf 48 Prozent. In Österreich beträgt der Anteil 31,5 Prozent.

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Artikel ik 05. Februar 2010 - 10:31 Uhr
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