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Mutter der Komani-Zwillinge darf bleiben

WIEN. Der Asyl-Fall der kosovarischen Familie Komani ist vorerst erledigt, die Familie darf bis auf weiteres in Österreich bleiben.

Die Komani-Zwillinge beim Spilen im Zoo

Bild: APA (Hochmuth)

Nachdem der Vater und die Kinder bereits Mitte November eine unbeschränkte Niederlassungsbewilligung aufgrund humanitärer Gründe erhalten hatten, wurde auch der Mutter von der MA 35 vor kurzem eine solche erteilt, bestätigte deren Rechtsberaterin Karin Klaric.

Noch nicht genesen

Die Familie habe sich entschlossen, in Wien zu bleiben. Laut Klaric ist die Familie bereits aus dem "Freunde-Schützen"-Haus ausgezogen und wohnt in einer eigenen Wohnung in Wien. Der Vater, der mit der Niederlassungsbewilligung auch einen freien Zugang zum Arbeitsmarkt erhalten hatte, arbeite bereits Vollzeit, so Klaric. Der schlechte Gesundheitszustand der Mutter, der wesentlich dazu beigetragen hatte, dass die Familie letztendlich doch in Österreich bleiben konnte, hat sich laut Klaric bisher nicht wesentlich verbessert.

August Komani war im Oktober gemeinsam mit seinen achtjährigen Zwillingstöchtern in ein Schubhaftzentrum gebracht und später abgeschoben worden, obwohl seine Frau wegen akuter Selbstmordgefahr in Spitalsbehandlung war. Der Fall sorgte auch deshalb für Aufsehen, weil die Familie am frühen Morgen unter anderem von bewaffneten Beamten abgeholt worden war.

Innenministerin Fekter enthob in der Folge den Chef der Wiener Fremdenpolizei, Stefan Stortecky, seines Postens. Zudem veranlasste sie, dass bei Abschiebungen mit Familien künftig besonders geschultes Personal eingesetzt und psychologische sowie medizinische Betreuung angeboten wird. Im Fall Komani hob sie den negativen Bescheid des Magistrats Steyr bezüglich eines humanitären Aufenthalts auf, da dieser mangelhaft gewesen sei. Vater und Töchter durften daraufhin mittels eines humanitären Visums wieder einreisen.

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Artikel nachrichten.at/apa 19. Januar 2011 - 10:12 Uhr
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